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Ortschaft in der Ebene Ravni kotari,
3 km nordöstlich des Vrana-Sees und 10 km von Biograd na Moru entfernt;
23 m ü.d.M.;
1249 Einw.
Das Feld Vransko polje ist eine der fruchtbarsten Anbauflächen in Dalmatien. In der Nähe gibt es mehrere Höhlen.
Im Mittelalter war Vrana im Besitz kroatischer Feudalherren; danach war es ein befestigter Sitz des Templer- (seit dem 12. Jh.) und des Johanniterordens (seit dem 14. Jh.). Ab 1409 steht Vrana unter venezianischer Herrschaft, im 16. Jh. fällt es in die Hände der Türken. 1647 wird der Ort von Venedig zurückerobert, 1670 jedoch von den Türken eingenommen, die arabische Gärtner anreisen lassen und den Sumpfboden zu entwässern beginnen (erhaltene Spuren von Entwässerungskanälen). Oberhalb des Vrana-Sees entdeckt man die Ruinen einer mittelalterlichen Burg sowie eines Klosters. In seiner Nähe liegt eine einstige Karawanserei (MaSkoviCa han), ein seltenes Beispiel türkischer Baukunst in Dalmatien; den Bau veranlaßte 1644 der aus Vrana gebürtige türkische Wesir Jusuf MaSkoviC. Ebenfalls sichtbar sind Reste des römischen Aquädukts, der das antike Zadar mit Wasser versorgte. Aus Vrana stammen vermutlich zwei bedeutende kroatische Renaissancekünstler des 15. Jh.: der Baumeister Lucijan und der Bildhauer Franjo Vranjanin.
Vrana ist ein historischer Ort mit interessanten Denkmälern, der von vielen Ausflüglern gern besucht wird. Eine besondere Attraktion ist Vransko jezero, der größte See Kroatiens. Sein Fischreichtum und die vielen hier lebenden Vogelarten ziehen Fischer und Naturliebhaber gleichermaßen an.
Ausflüge: s. PakoStane, s. Biograd na Mor |