|
Ortschaft in Zentralistrien, in der Ebene von Boljun,
20 km nordöstlich von Pazin
110 m ü. d. M.
84 Einw.
Ort an den flachen Ausläufern der Ucka, wegen seines Kulturerbes und des schönen Panoramas besonders sehenswert.
Boljunsko polje, Ort 3 km von Boljun entfernt. Im Dorf liegt die interessante Marienkirche, einst eine Benediktinerabtei, die Mitte des 17. Jh. verlängert wurde; sehenswert ist der sog. goldene Altar aus dem Jahr 1676. Die gotische Holzskulptur der Heiligen Jungfrau Maria mit Kind (15. Jh.), die heute im Diözesanmuseum in Porec ausgestellt ist, stammt aus dieser Kirche.
Vranja, Ortschaft 8 km nordöstlich von Boljun. Die mittelalterliche Siedlung wird in den Quellen bereits 1102 als Castrum Vrane erwähnt. Die Peterskirche war zunächst ein einschiffiges Bauwerk (15. Jh.). An den Wänden sind Fragmente der Fresken eines spätgotischen istrischen Künstlers erhalten, die um 1470 entstanden sind.
Kulturerbe In der Gegend wurden römische Fundstätten entdeckt; aus dem frühen Mittelalter stammen Bruchstücke mit Flechtwerkornamenten (9.-10. Jh.); Boljun war im Mittelalter eine Dorfkommune. In der romanischen Kirche der hll. Kosmas und Damian wurden Reste von Wandmalereien entdeckt und in der Kirchenruine St. Peter (9. Jh.) sind Fragmente spätgotischer Fresken erhalten. Die Georgskirche aus dem 16. Jh. (spätgotisches Presbyterium) wurde im 17. Jh. erweitert, als auch der Glockenturm an der Fassade hinzugefügt wurde (1645). Von der mittelalterlichen feudalen Burg mit quadratischem Grundriß sind die Bastionen und der Rundturm erhalten. Auf dem Platz befindet sich das Lager für den Zehnt (“Kasca”) und in dessen Erdgeschoß die Stadtloggia mit rustischen Arkaden. Der Zisternenhals stammt aus dem Jahr 1697.
weitere Infos:
www.istra.hr |