|
Velebit: Der Weihnachtsmann aus den Höhlen von Cerovac |
Kroatien ist bekannt für seine große Zahl interessanter Höhlen, die man in allen Teilen des Landes findet. Das Gebirge Velebit birgt vielleicht die größte Anzahl. Ab diesem Jahr können die Touristen sich wieder an einem der bekanntesten Höhlensystemen des Velebit erfreuen – den Cerovacer Höhlen, die in den vergangenen drei Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen waren.
Sie liegen etwa vier Kilometer südöstlich von Gracac am Fuße der Felswand des Velebitberges Crnopac. Hinter dem gemeinsamen Namen Cerovacer Höhlen verbirgt sich in Wahrheit ein System von drei speleologischen Objekten – der Oberen Höhle, die sich in 1250 Metern Tiefe befindet, der Unteren Höhle, die aus mehreren horizontal gelegenen Hallen und Kanälen besteht und auf 2400 Metern liegt, und der Mittleren Höhle, die eine Kombination einer Höhle und einer Grotte ist.
Im Frühling können Besucher nur die Untere Höhle, die mit Geländer gesichert und mit Reflektoren beleuchtet werden, betreten. An allen Fundstellen müssen Informationstafeln für die fossilen Überreste, die Dutzende Meter langen Stalaktitenvorhänge und die anderen Juwelen der Höhlen aufgestellt werden. Im unteren Bereich dieser Höhle kann man einen großen Stalagmiten sehen, der an den Weihnachtsmann erinnert. An Bildhaftigkeit der Tropfsteinformen, aber auch an phantasievollen Namen fehlt es hier nicht, und so haben Forscher einzelne Formationen „steinerne Hochzeitsparty“, „Lebensborn“ (sie erinnert an eine Statue von Mestrovic, die vor dem Gebäude des Kroatischen Nationaltheaters in Zagreb steht), „Calcitpagode“ und „Bunter Wasserfall“ (wegen seiner Farbvielfalt), sowie „Hieroglyphe“ genannt. Neben diesen natürlichen Erscheinungen wurden in den Höhlen auch über 40.000 Jahre alte Überreste des Höhlenbären gefunden. Außerdem sieht man auch Spuren des Streifens und Kratzens der Bärenklauen an den Wänden. Daher wird ein Teil der Höhle auch Bärenhalle genannt. Auch Spuren menschlicher Anwesenheit wurden gefunden. Aber das müssen Archäologen aufgrund der zahlreichen Überreste an Keramikgeschirr erst bestätigen.
Quelle: Kroatische Zentrale für Tourismus
weitere Infos: |