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Istrien
Groznjan

Ortschaft im zentralen Teil Istriens,

8 km südöstlich von Buje;

260 m ü.d.M.;

192 Einw.

 

Im Rahmen des Revitalisierungsprojekts wird Groznjan in letzter Zeit mit kulturellen Aktivitäten belebt (Sommermusikschule).

 

Der Tourismus entwickelte sich seit 1965, als Groznjan zu einer Künstlerkolonie wurde. Die verlassenen Häuser wurden in Künsterateliers und Galerien umgebaut.

 

Heute vesammeln sich in Groznjan junge Musiker aus aller Welt um das Internationale Kulturzentrum der Jungen Musiker. Im Ort finden jedes Jahr Kurse für einzelne Instrumente (Violine, Violoncello, Viola, Klavier, Orgel u.a.), Kurse für Orchester, Ballet, Rezitationen, Regie, Video- und Audioaufnahmen sowie Seminare für Architekten, Diskussionsrunden der Grünen (Umweltschutzthemen) und Yogakurse statt.

 

Das Gebiet eignet sich zum Wandern, Radfahren, Jagen und zur Speläologie. In Groznjan gibt es ein Restaurant mit istrischer Küche. Im Sommer finden fast täglich Konzerte oder andere Musikveranstaltungen statt. Ende des Sommers wird das internationale Extempore der Malerei abgehalten.

 

Kulturerbe
 
Bis 1358 befand sich die mittelalterliche Burg im Besitz der Patriarchen von Aquilea, danach unterstand sie bis 1394 Venedig und wurde damals zum Verwaltungszentrum des nördlichen Teils des venezianischen Istriens.

 

Im Ort sind Teile der Wehranlage erhalten; das Haupttor im Osten (15.16. Jh.) und ein Teil der Stadtwälle, die zweimal (1360 und 1367) erneuert wurden. Neben dem Stadtor steht die Renaissanceloggia aus dem Jahre 1587, über der sich einst ein Getreidespeicher (Fontikum) befand. Auf dem Hauptplatz steht die barocke Pfarrkirche St. Maria, St. Veit und St. Modestus aus dem Jahr 1770. Der frei stehende Glockenturm stammt aus dem 17. Jh. Sie beherbergt wertvolles barockes Chorgestühl, ein Gemälde mit der Darstellung des hl. Peterus von Alcantara aus dem 17. Jh. und spätbarocke Marmoraltäre. Vor dem Stadttor steht die Kapelle der hll. Kosmas und Damian mit Vorhalle, die 1154 errichtet und 1834 umgebaut wurde; den Innenraum der Kapelle hat der zeitgenössische kroatische Maler Ivan Lovrenicic (1990) gestaltet.

 

Am Fuße der Stadt am Fluß Mirna ist an der Lokalität Bastia die kleine Barockkirche der Gnadevollen Muttergottes erhalten.

 

weitere Infos:

www.groznjan-grisignana.hr/tz

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