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Der Jakobsdom in Sibenik ist eines der seltenen Bauwerke, die im
Laufe der Zeit nicht umgebaut und stark verändert wurden, wie dies im
Barock oftmals üblich war. Der Dom blieb daher im ursprünglichen
Zustand erhalten.
Die Steinquader erscheinen wie von einer silbernen
Patina überzogenen. Aus der Luft betrachtet, wirkt das Bauwerk, als ob
es aus einem Stück gehauen wäre. Jeder Teil des Doms zeugt authentisch
von seiner Entstehungszeit. Die geringe Zahl von Bausteinen, die man
ausgetauscht hat, wurde wegen der besonderen Konstruktionsweise aus den
gleichen Steinbrüchen gewonnen und den ursprünglichen Quadern
nachgebildet.
Der Jakobsdom ist ein Prachtbau, der die Entwicklung der
Architektur im 15. und 16. Jahrhundert stark prägte. Mehr
als 15 Jahrzehnte sind seit der Entscheidung über den Anfang der
Konstruktionarbeiten im Jahre 1402 bis zum Zeitpunkt der Einweihung im
Jahre 1555 vergangen. Er spiegelt die im
Übergangsstil von der Gotik zur Renaissance übliche Bauweise wider, als
man nur mit Steinquadern und ohne Mörtel baute. Die Bau- und
Konstruktionselemente wurden wie Skulpturen behandelt und sind ein Teil
der Bauplastik.
Bei der Errichtung wurde erstmals eine besondere
Montagetechnik verwendet (Apsis- und Gewölbeplatten). Dadurch wurde
eine vollkommene Harmonie des Innen- und Außenraums sowie der
organische Charakter der Architektur, der Baukonstruktion und der
Skulptur erzielt. Dies ist auch ein relativ frühes Beispiel für die
Darstellung der Perspektive an den monolithischen Steinplatten im
Innen- und Außenraum.
Trotz der Kombination verschiedener Stile ist der
Dom von Šibenik wegen dem vollkommenen Gleichgewicht aller Bauelemente
in Bezug zur Gesamtkomposition bedeutend- ein einzigartiges Baudenkmal
auf gesamteuropäischer Ebene. Im Jahr 2000 wurde die Kathedrale zu einem
weiteren UNESCO - Denkmal Kroatiens erklärt.
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