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Geschichte Pazin wird in der Urkunde des Kaisers Otto II. erwähnt, die am 7.6. 983 in Verona ausgestellt wurde und aufgrund welcher das Kastell in den Besitz des Bistums von Porec gelangt. Im 12. Jh. fällt sie an den Grafen Meinhard, der in der Ortschaft Crni Grad (Schwarzenburg) bei Roc geboren wurde und Gründer der Grafschaft Pazin war. Nach dem Aussterben der Familie Meinhard geht sie 1248 in die Hände der Grafen von Görz (Gorica) über; im Jahre 1374 fiel Pazin als Erbe an die Habsburger, die es als Lehngut an verschiedene Familien vergaben.
Die letzten Lehnsherren waren die Montecuccoli (ab 1766).Von 1825 bis 1861 war Pazin der Verwaltungssitz Istriens; 1889 wurde dort das erste kroatische Gymnasium in Istrien gegründet, das viel zum kroatischen Kultur- und Nationalbewußtsein beigetragen hat. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt in Bombenangriffen stark zerstört (1943), nach dem Krieg wurde sie wieder an Kroatien angeschlossen.
Kulturerbe Das Kastell wurde auf einem Felsen über der Fojba-Schlucht errichtet, erstmals wurde es 983 erwähnt. Sein heutiges Aussehen erhielt es 1537–40, als der Nord- und Ostflügel angebaut wurden. Das Kastell von Pazin ist eine der besterhaltenen und schönsten Burgen in Istrien. Es hat die Aufmerksamkeit zahlreicher Künstler wie Jules Verne und Vladimir Nazor angezogen.
Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde bereits 1266 erwähnt, im Jahr 1441 erhält sie ein großes, spätgotisches, polygonales Presbyterium. An den Wänden und im Gewölbe des Altarraums sind hervorragende Wandgemälde unbekannter Künstler (um das Jahr 1470 entstanden) erhalten. Am Gewölbe ist der Zyklus Schöpfung und der Kampf der Engel dargestellt, und im mittleren Feld der Erzengel Michael; das große Gemälde Kreuzigung wird vom Barockaltar bedeckt. Die Kirche wurde durch Kapellen im Jahre 1659 erweitert, die Barockisierung und Erweiterung wurde im Jahr 1764 abgeschlossen. Die Kirche birgt einige hervorragende Marmoraltäre; besonders wertvoll ist die Hostiendose aus Stein im Renaissancestil (1541). Die Orgel ist das Werk von Gaetano Callida aus Venedig (1780).
Die Franziskanerkirche mit spätgotischem Chorraum (aus dem Jahre 1481) wurde 1729 verlängert; der Glockenturm wurde 1730 errichtet. Der Hauptaltar ist ein Werk von Domenico Cavalieri (1726). Ein bedeutendes Werk im Barockstil ist die Holzskulptur Maria Immaculata (Unbefleckte Empfängnis, 18. Jh.) Das im Kastell untergebrachte ethnographische Museum wurde 1955 gegründet. Außer der ethnographischen Sammlung beherbergt es Glocken istrischer Kirchen aus dem 14. –20. Jh.
weitere Infos:
www.tzpazin.hr
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