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Sibenik ist eine Hafenstadt in Norddalmatien
Sibenik hat 51.553 Einwohner
Sibenik ist eine historische Stadt, die eine große Rolle bei der
Entwicklung und Ausbreitung des frühkroatischen Staates spielte und
viele wertvolle Kultur- und Geschichtsdenkmäler vorzuweisen hat. Das
bekannteste ist zweifellos die bekannte Kathedrale von Sibenik, eines
der originellsten Bauwerke des europäischen Spätmittelalters, das in
erster Linie mit dem berühmten einheimischen Baumeister Juraj Matejev
Dalmatinac in Verbindung gebracht wird. Heute ist Sibenik der
Mittelpunkt eines wichtigen Reisegebiets: mit der am reichsten
gegliederten Inselgruppe Europas (Kornati-Inseln) und den
hydrographischen Karstphänomenen im Hinterland (Skradinski buk,
Visovac, Roski slap) ist dies das landschaftlich attraktivste
Touristenziel an der Adria, wo Naturfreunde, Kunstliebhaber,
Aktivurlauber und all jene, die vielleicht einfach nur mal ausspannen
wollen, voll auf ihre Kosten kommen.
Aus Sibenik stammte auch einer der größten Basketballspieler der
Weltklasse, Drazen Petrovic. Freizeitsportlern stehen zahlreiche
Sportplätze zur Verfügung, im Strandbad Jadrija gibt es mehrere
Strandvolleyballplätze. Die Gewässer vor Sibenik bieten gute
Möglichkeiten für den Segel- und Rudersport, auch gibt es mehrere
Tauchklubs, die Kurse anbieten. Besonders lohnend sind
Unterwasser-Fotosafaris. Das Falknerzentrum Dubrava organisiert
Falknereikurse. Die Kurse werden von Experten geleitet, und
Fortgeschrittene können an Kleinwildjagden (auf Hasen, Fasanen u.ä.)
teilnehmen. In Jadrtovac gibt es eine Reitschule.
In den Restaurants werden einheimische Spezialitäten angeboten
(Lammfleisch, Grillspeisen, unter der Backhaube Gegartes – v.a.
Putenbraten). In Dolac, im Uferbereich unterhalb der Annenfestung, gibt
es etwa hundert Cafés und Bars.
Unter den Kulturveranstaltungen wären hervorzuheben: das
Internationale Kinderfestival (letzte Juli- und erste Augustwoche), die
Orgel-Sommerschule (zweite Augusthälfte) und der Sommer von Sibenik.
Der Festtag des hl. Jakob, des Schutzpatrons der Stadt, wird sehr
feierlich begangen.
Der Jachthafen des Hotelkomplexes hat 150 Liegeplätze im Meer.
Geschichte
Sibenik
wird im Jahr 1066 in einer Urkunde des Königs Petar Kresimir IV., der
sich im befestigten Kastell St. Michael (heute St. Anna) aufhielt,
erstmals erwähnt. Von 1116- 24 und von 1125- 33 steht Sibenik unter
venezianischer Herrschaft. Der ungarisch-kroatische König Stephan III.
Árpád verleiht der Stadt 1167 die Autonomie. Nach einer kürzeren
Amtszeit des byzantinischen Herrscherhauses (bis 1180) wird die Stadt
abwechselnd von den ungarisch-kroatischen Königen, von Venedig, dem
bosnischen König Stjepan Tvrtko und dem Herzog Hrvoje Vukcic Hrvatinic
regiert. Von 1412 bis 1797 erneut unter venezianischer Herrschaft.
Danach bis 1918 (außer der Zeit der französischen Besetzung) ist
Sibenik mit dem übrigen Dalmatien österreichisch. Gegen Ende des 1.
Weltkriegs wird Sibenik von Italien besetzt, wird jedoch durch den
Vertrag von Rapallo 1920 erneut dem Mutterland angeschlossen.
Sibenik
ist die Geburtsstadt der Humanisten J. Sizgoric (um 1420- 1509), A.
Vrancic (1504- 1573), F. Vrancic (1551- 1617) u.a.
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