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Hafenortschaft an der Westküste der Insel Vis,
am Fuße des Hum (587 m);
2476 Einw.
Komiza liegt an einer tief ins Inselinnere hineinragenden Bucht,
deren Ostküste ausgedehnte Kieselstrände (Gusarica, Nova posta, Velo
Zalo) aufweist.
Zudem bestehen gute Unterkunftsmöglichkeiten (Hotels, Appartements)
und ein reiches Geschichts- und Kulturerbe, das die Klosteranlage im
Ort sowie verschiedene Festungsbauten aufs beste veranschaulichen.
Besonders bekannt ist der Ort für seine Fischfangtradition, die die
Fischer von Komiza selbst bis nach San Pedro an die kalifornische Küste
weitertrugen. Auch heute gehören Fische und Meeresfrüchte zur
traditionellen Hausmannskost. Weitere Spezialitäten sind die
einheimischen Weine und das Johannisbrot.
Aktivurlaubern und Sportfreunden stehen drei Bocciaplätze sowie
Basketball-, Handball- und Fußballplätze zur Verfügung; es bestehen
auch Möglichkeiten für Wassersport und Tauchen (in der Sommersaison).
Zur angenehmen Urlaubsatmosphäre tragen einheimische
A-cappella-Männerchöre und Kinderchöre bei, die an schönen
Sommerabenden auf der Küstenpromende oder in einem der Lokale
auftreten. Des weiteren werden Ausstellungen und andere
Kulturveranstaltungen organisiert, besonders in den Sommermonaten, wenn
sich im Ort viele der Auswanderer aus Komiza aufhalten, die heute in
den Vereinigten Staaten leben.
Durchschnittliche Lufttemperatur im Januar 8,9 °C.
Kulturerbe Der Ort
wird im 12. Jh. erwähnt. Das Kastell am Hafen wurde 1585 erbaut. Im 13.
Jh. gründen die Benediktiner das auf einer Anhöhe über dem Ort liegende
St.-Nikolaus-Kloster, auch Muster genannt. Den ältesten Teil des
Klosters bildet die einschiffige romanische Kirche mit halbrunder Apsis
aus dem 13. Jh. Die große fünfschiffige Kirche wurde vom 14. bis 17.
Jh. erbaut; das Hauptschiff stammt vom Beginn des 16. Jh., der große
barocke Chorraum aus dem Jahr 1652. Von den ursprünglichen
Klosterbefestigungen sind zwei hohe viereckige Türme mit romanischen
Merkmalen erhalten; der an der Stirnseite des Klosters aufragende Turm
erhielt nachträglich einen Glockenstuhl.
Die Kirche der sog. Piratenmadonna besteht aus drei einschiffigen,
im Inneren durch Bogen verbundene Kirchen gleicher Größe. Die mittlere
Kirche ist die älteste (16. Jh.), während die Seitenkirchen aus dem 17.
und 18. Jh. stammen. Der Innenraum birgt barocke Altäre, eine aus dem
Jahr 1670 stammende Orgel und ein kunstvoll gestaltetes Silberrelief
der Rosenkranzmadonna aus dem 17. Jh. Die befestigte St.-Rochus-Kirche
wurde 1763 erbaut, die Kirche der Schmerzensreichen Mutter (Neue
Kirche) 1756.
Das im Sezessionsstil errichtete Genossenschaftsgebäude vom Beginn
des 20. Jh. ist eine Arbeit des Architekten A. Bezic; das Memorial
projektierte S. Planic, Reliefs und Mosaiken stammen von B. Mardesic.
In Komiza wirken seit 1966 die Galerie Duro Tiljko und seit 1984 die
Galerie Boris Mardesic. |