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Stadt in der Landschaft Cetinska Krajina,
34 km nordöstlich von Split;
326 m ü.d.M.;
11378 Einw.
Sinj und die Landschaft Cetinska krajina sind einen Besuch wert. Die
größte Attraktion der Stadt, die Sinj im In- und Ausland bekannt
gemacht hat, ist zweifellos das traditionelle Reiterspiel "Sinjska
alka" mit dem Brauch des Ringelstechens.
Es wird jedes Jahr an dem Mariä Himmelfahrt (15. August) zunächst
liegenden Sonntag abgehalten – zum Gedenken an den Sieg über das
türkische Heer im Jahre 1715. Die in traditionelle Trachten gekleideten
Alka-Reiter müssen im Galopp auf den an einem Draht über der Straße
aufgezogenen Ringel zureiten und mit der Lanze in seine Mitte treffen.
Der Alka-Reiter mit den meisten erzielten Punkten ist Sieger. Das
Alka-Reiterspiel wird jedes Jahr von vielen Touristen aus dem In- und
Ausland besucht.
Der Brauch des Ringelstechens geht einher mit einer mehrere
Jahrhunderte währenden Tradition der Pferdezucht und der Veranstaltung
von Pferderennen. Die Reitbahn von Sinj bietet Reiterausflüge und
Reitkurse an. In unmittelbarer Nähe der Reitbahn liegt ein
Sportflughafen mit einer Rasen-Start- und Landebahn.
Äußerst reizvoll sind die Umgebung von Sinj und das gesamte Gebiet
der Cetinska krajina (Flüsse, Quellen, Seen, Höhlen, das Feld Sinjsko
polje). In dieser unberührten Naturlandschaft kann man einen schönen
Urlaub verbringen, in dem für ein reiches Angebot an Sport- und
Freizeitaktivitäten wie etwa Jagd und Fischfang gesorgt ist. Unterkunft
bieten zahlreiche Pensionen, in denen man die Speisen der
traditionellen Küche von Sinj und der Cetinska krajina genießen kann:
Frösche, Flußkrebse, Forellen, "arambasici" – dalmatinische
Krautwickel, Lammfleisch, Wild).
Auch als Wallfahrtsort hat Sinj eine langjährige Tradition. Bereits
seit drei Jahrhunderten pilgern Gläubige zur Wundertätigen Madonna von
Sinj. Der Feiertag Mariä Himmelfahrt wird besonders festlich begangen.
Aus der Römerzeit stammt ein Opferstein, auf dem der Name Genio
Osiniatum erwähnt wird. Unweit von Sinj, in Citluk, liegen Reste des
römischen Aequum. Historische Quellen aus dem 14. Jh. erwähnen das
Franziskanerkloster und die Marienkirche, die später von den Türken
zerstört wurden. I. F. Macanovic begann 1698 mit dem Bau der
Pfarrkirche der Madonna von Sinj. Die Kirche wurde mehrmahls abgerissen
und Ende des 18. Jh. erneuert, als man auch ein Franziskanerkloster
hinzubaute. In der Sakristei wird ein gotischer Kelch aus dem Jahr 1402
aufbewahrt, im Kirchenraum ist ein Gemälde der Wundertätigen Madonna
von Sinj (eine venezianische Arbeit aus dem 17. Jh.) zu bewundern. Das
Franziskanerkloster birgt eine reiche naturwissenschaftliche,
ethnographische und archäologische Sammlung (monumentale Plastiken aus
dem antiken Aequum).
Die Festung Kamicak über der Stadt wurde zu Beginn des 18. Jh. von
Ignacije Macanovic errichtet. Im Ortskern sind eine Büste des Dichters
Dinko Simunovic sowie das Denkmal eines Alka-Reiters (1965), beides
Werke des Bildhauers Ivan Mestrovic, zu bewundern. Das Bronzeportal der
Kirche der Madonna von Sinj (1987) ist eine Arbeit von Stipo Sikirica.
Das Museum der Cetinska krajina birgt eine Sammlung zum Volksbrauch des
Ringelstechens (Alka) sowie eine ethnographische und eine
archäologische Sammlung.
weitere Infos: www.dalmacija.net/sinj.htm |