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Kulturerbe
Vom Pier, das sich vor der Loggia aus dem Jahr 1584 erstreckt, führt
eine neubarocke Treppe (1907) in die Altstadt. Auf dem Stadtplatz
erhebt sich der St.-Markus-Dom (von der ursprünglichen Kathedrale aus
dem 14. Jh. sind nur die Altarnischen dreier Schiffe erhalten). Der
Dombau wurde Ende des 15. Jh. im Übergangsstil von der Gotik zur
Renaissance abgeschlossen. Unter den ersten Baumeistern ist Bonino aus
Mailand (Hauptportal von 1412), am Bau sind ferner Hranic DragoSevic,
Ratko Ivanic und gegen Ende des Jh. Marko Andrijic (Glockenturmlaterne)
beteiligt. 1525 baut Marko Milic Pavlovic die große Votivkapelle St.
Rochus an das Nordschiff an. Das Altargemälde der Hl. Dreifaltigkeit in
der Südapsis ist ein Werk von Leandro Bassano. Zu bewundern sind im
Altarraum: das Chorgestühl (Vicko Tironi, 1795-96), das gemeißelte
Ziborium über dem Hauptaltar mit den Skulpturen der Jungfrau Maria und
des Erzengels Gabriel (Marko Andrijic, 1486–90), das Altarblatt mit der
Darstellung des hl. Markus mit den hll. Bartholomäus und Hieronymus
(ein Jugendwerk von Jacopo Tintoretto aus dem Jahr 1550), ferner das
Relief eines Lamms aus dem 13. Jh. sowie das Gemälde Mariä Verkündigung
(mit Stilmerkmalen Tintorettos). Alle drei Altargemälde auf dem der
Madonna von Karmel geweihten Barockaltar in der St.-Rochus-Kapelle
stammen von Carlo Ridolfi (1642). Der Autor der Heiligenschnitzbilder
auf dem barocken Marmoraltar des hl. Rochus ist Franjo Ciocic-Cucic (um
1576). Im Erdgeschoß des Glockenturms (1967- 69 umgebaut) wurde eine
Taufkappele eingerichtet, darin befinden sich die Plastiken: Der
auferstandene Christus (Frano Krsinic, 1968), Pietŕ (Ivan Mestrovic,
1915) und Muttergottes (Ivo Kerdic, 1926). Im Südschiff der Kirche,
neben ausgestellten Kanonenkugeln und Hellebarden aus der Zeit der
Türkenkriege (1571), sieht man eine Ikone der Muttergottes aus dem 14.
Jh., die sich ursprünglich im Inselkloster von Badija befunden hatte.
Gegenüber der Kathedrale steht der heute unbewohnte, im Stil der
Spätgotik erbaute Arneri-Palast mit einem schönen Renaissancehof.
Daneben sieht man den Renaissancepalast Gabrielis (16. Jh.), in dem
1957 das Stadtmuseum eröffnet wurde, dessen Exponate die auf Korcula
betriebenen Handwerke des Schiffbaus, des Seewesens und der
Steinbearbeitung (Galerie mit Werken einheimischer Künstler)
dokumentieren. Neben dem Dom steht der einstige, im Übergangsstil von
der Renaissance zum Barock (17. Jh.) erbaute Bischofspalast (Korcula
ist 1300–1828 Bischofssitz) mit einem reichen Klosterschatz, der 1954
gegründet wurde und neben Meßgeschirr und Meßgewändern ein Polyptychon
von Jurjev Trogiranin aus dem Jahr 1431 birgt. An dem kleinen
Stadtplatz steht das Rathaus (Erdgeschoß mit Arkaden aus dem Jahr 1525,
Obergeschoß 1866 ausgebaut), an das sich die Kapelle der Madonna von
Ploce (1531) anlehnt, die zum Gedenken an die 1483 vor Korcula
ausgetragene Seeschlacht zwischen Aragonen und Venezianern errichtet
wurde. Darin befinden sich ein Gemälde der Muttergottes mit goldenem
Mantel aus dem Jahre 1722 sowie zwei venezianische Kanonen. Der Turm
Mali revelin bekam 1499 seine heutige Form. Vor dem Rathaus sieht man
eine 1569 errichtete Säule und ihr gegenüber die Kirche St. Michael
(1408 erstmals erwähnt, 1615 erneuert) mit Renaissancekanzel im Innern;
das Gemälde auf dem Marmoraltar stammt von Domenico Maggioto.
Aus der Altstadt von Korcula führt das Landtor (1650) unter dem Revelin
hindurch, einem monumentalen viereckigen Turm (1493-96), von dem aus
man bis zur Brücke weitergeht. Hier betritt man die einstige
Stadtmauer. Der Weg führt zur Allerheiligenkirche (Beginn des 15. Jh.,
später erneuert), die im Innern eine kassettierte Decke (bemalt um 1713
von Tripo Kokolja), ein Polyptychon mit der Darstellung Marias als
Fürbitterin von Blaz Jurjev Trogiranin (1438-39), ein Ziborium (15.
Jh.) und darunter eine geschnitzte Barockpietŕ von Raphael Donner
birgt. Die Kirche ist mit einem Saal verbunden, in dem sich eine
Ikonengalerie mit Gemälden einheimischer Renaissancemeister und ein
Prozessionskreuz von Ivan Progonovic (15. Jh.) befinden. Am Nordende
der Halbinsel steht der halbrunde Tiepolo-Turm, am Pier des Westufers
der Barbarigo-Turm.
Die westliche Küstenpromenade führt an einer kleinen Bucht entlang zum
Dominikanerkloster mit der zweischiffigen St.-Nikolaus-Kirche. Das
ältere Schiff wurde um 1505 beendet, das zweite entstand 1665. Das
Altargemälde im rechten Schiff stellt das Martyrium des hl. Petrus
Martyr dar (eine alte Kopie des Gemäldes von Tizian). Im neuen Schiff
steht der barocke St.-Nikolaus-Altar (1629). Das Kloster besitzt eine
Kunstsammlung.
In der Nähe, auf dem Kap Sveti Nikola, wurde 1969 in einem kleinen
Sommerhaus das Maksimilijan-Vanka-Gedenkmuseum mit Bildern,
Zeichnungen, Terrakotten und Dokumenten des Künstlers (1889–1963)
untergebracht. Aus der Vorstadt vor dem Landtor führt der Weg in den
Hober-Park und zur 1813 von den Engländern errichteten
St.-Blasius-Festung (Fort Wellington) auf der unterhalb der Stadt
liegenden Anhöhe. Im Vorort Biline steht die klassizistische,
achteckige St.-Justinus-Kirche.
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