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Hafenortschaft im äußersten Ostteil der Insel Korcula,
zwischen den Buchten Przina und Bili zal,
6 km südöstlich der Stadt Korcula,
1102 Einw.
Außer dem interessanten Denkmalserbe hat Lumbarda eine reiche
Kulturtradition zu bieten: Volkslieder, Bräuche und Tänze werden
sorgfältig gewahrt.
So pflegt man zur Faschingszeit auch den Brauch des
"Orangenpflückens", bei dem ganz Lumbarda den schönsten Mädchen und dem
Oberhaupt des Orts durch Tanz und Gesang Ehre erweist. Auch der
St.-Rochus-Tag am 16. August wird festlich begangen. In der
Sommersaison werden Vergnügungs- und Kulturveranstaltungen organisiert.
Östlich der Ortschaft erstreckt sich das Lumbarda-Feld mit rötlichen
und gelblichen Sandablagerungen aus dem Pleistozän, die eine gute
Grundlage für den Weinbau bilden (bekannt ist die Weinsorte Grk).
Der Jachthafen hat 170 Liegeplätze im Meer und weitere 40 an Land.
Auf der Anhöhe Koludrt nördlich von Lumbarda fand man neben der
mittelalterlichen Kirchenruine St. Johannes Fragmente einer in Stein
gemeißelten griechischen Inschrift aus dem 4. Jh. v. Chr. (heute im
Archäologischen Museum in Zagreb). Diese Inschrift ist eine Psephisma
(grch. Volksbeschluß) über die Landaufteilung unter den Bewohnern der
neu gegründeten griechischen Kolonie. Im Verzeichnis der Kolonisten
finden sich neben griechischen auch einige illyrische Namen. Aus dem
Gebiet von Lumbarda stammen auch andere griechische Funde (Keramik,
Münzen).
In Lumbarda sieht man die mittelalterliche Pfarrkirche St. Rochus
(1561, 1886 erweitert), mehrere Sommerhäuser einstiger Patrizier aus
Korcula (entstanden seit dem 15. Jh.) sowie die Geburtshäuser der
Bildhauer Frane Krsinic (1897-1982) und Ivan Lozica (1910-1943, mit
Gedenktafel).
weitere Infos:
www.korcula.net/naselja/lumbarda/index.html |