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Ortschaft an gleichnamiger Bucht,
an der Nordwestküste der Insel Mljet,
123 Einw.
Wegen seiner maritimen Vorzüge und seinem kulturgeschichtlichen Erbe
wird Polace von vielen Nautikern und Altertumsliebhabern besucht.
Die Stille dieses Orts an der tief ins Inselinnere hineinragenden
Bucht, die unberührte Natur und das reichhaltige Angebot an Fischen und
Meeresfrüchten versprechen einen erholsamen Urlaub.
Die Bucht ist 5,6 km lang und bis zu 3,9, km breit. Es schützen sie
mehrere kleine, unbewohnte Inseln (Moracnik, Tajnik, Kobrava, Ovrata).
Wegen seiner Nähe zum Großen und Kleinen See dient Polace auch als
Hafen für die Mljeter Seen.
In Polace befinden sich viele Reste antiker Bauwerke aus dem 1. bis
6. Jh. Das bedeutendste ist eine monumentale Palastruine,
wahrscheinlich die Sommerresidenz des germanischen Comes Pierus. Die
Stirnseite flankieren zwei polygonale Türme (einer ist in der Höhe von
20 m erhalten), dazwischen liegt der Anlegeplatz.
Auf dem Hügel oberhalb von Polace befinden sich Reste einer
spätantiken Festung. Nordwestlich des Orts entdeckt man Mauerreste
einer frühchristlichen Basilika. Etwas weiter westlich liegt eine gut
erhaltene Kirchenruine aus dem 5. Jh., deren Gesamtfläche im 6. Jh.
durch den Anbau einer Memorialkapelle verdoppelt und im Mittelalter
zusätzlich um eine Vorhalle erweitert wurde.
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