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Stadt und Kurort an der Südostküste Istriens,
5 km südlich von Opatija,
3640 Einw.
Der Tourismus entwickelte sich in Lovran vor etwa hundert Jahren (zwischen 1891 und 1893). Dazu trugen vor allem der touristische Aufschwung des nahegelegenen Opatija bei, d.h. der Bau der 12 km langen Strandpromenade von Volovsko über Opatija bis nach Lovran, der 1884 abgeschlossen wurde, sowie das Inverkehrsetzen der elektrischen Straßenbahn auf der Strecke Matulji–Opatija–Lovran (1908).
Im Jahr 1905 wurde der Ort zu einem Luftheilort erklärt, die vielen Hotels und die gepflegte Umgebung haben Lovran zu einem mondänen Winterurlaubsort gemacht. Damals hielten sich zahlreiche berühmte Persönlichkeiten in Lovran auf (u.a. Tomas G. Masaryk, der erste Präsident der Tschechoslowakei). Anfangs war Lovran ein Winterurlaubsort, nach dem 2. Weltkrieg entwickelt er sich zum Sommerurlaubsort. Lovran ist bis heute als Seebad und nationales Kurzentrum bekannt (bekannte orthopädische Klinik).
Das milde Klima (im Winter schützt der Gebirgskamm der Ucka Lovran vor kaltem Wind, im Sommer mildert die von der Ucka kommende Luftströmung die Hitze), die üppige mediterrane Vegetation und die gepflegte Umgebung machen den Ort zu einem der vornehmsten Sommerurlaubsorte in Kroatien. Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt im Januar 5,8 °C und im Juli 23,3 °C; durchschnittlich verzeichnet man 2230 Sonnenstunden im Jahr.
Außer zwei eingerichteten Stränden mit öffentlichen Bädern verfügt der Ort über zahlreiche kleinere Hotelstrände. Lovran bietet verschiedenste Unterkünfte (Hotels, Villen, Zimmer, Appartements), ein Sport- und Erholungsprogramm, vor allem Wassersports (Segeln, Wasserski), Sportangeln und Spaziergänge (lungomare).
Die Umgebung von Lovran ist waldreich (Edelkastanien, bekannt wegen der Maronen, Lorbeeren und immergrüne Vegetation). Die Stadt besteht aus dem alten, einst befestigten Kern an der Küste und einem höher liegenden Teil, der an den Abhängen der Gorica (712 m), einem Ausläufer der Ucka, zerstreut ist. Der Stadtkern an der Küste liegt auf einer kleinen Halbinsel.
Die Bauernhöfe haben sich den Bedürfnissen der Gäste angepaßt und sind auf Weinbau, Obst- und Gemüseanbau orientiert. Die rasche Entwicklung von Lovran hat auch den Fischfang begünstigt. Durch die Zuführung von Wasser aus der wasserhaltigen Zone am Fuße der Ucka wurde auch der durch die Natur bedingte Hauptnachteil beseitigt, nämlich der Mangel an Trinkwasser.
Die wichtigsten Veranstaltungen sind: Feier zu Ehren des hl. Georg, des Schutzpatrons von Lovran (April), die Fischerfeste (Juni bis September), die Marunada – Fest anläßlich der Maronenernte (im Oktober), die Internationale Segelregatta (im November).
Kulturerbe Unter dem Namen Lauriana wird der Ort im 7. Jh. erwähnt. Mittelalterliche kroatische Gemeinde, ab 1275 unter der Herrschaft der Grafen von Pazin, danach der Fürsten von Gorica und letztendlich der Habsburger. Während der Kriege der Uskoken gegen Venedig wurde der Ort zweimal in Brand gesteckt (1599 und 1614).
Auf dem Stadtplatz stehen außer der mittelalterlichen Stadtburg und einer Kirche mit romanischem Glockenturm mehrere Häuser im Barockstil. Die St.-Georgskirche aus dem 14. Jh. mit gotischem Gewölbe aus dem 15. Jh. wurde im 17. und 18. Jh. rekonstruiert. Die Wandgemälde, der beste und vollständigste gotische Freskozyklus im Kvarnergebiet, sind das Werk zweier einheimischer Werkstätten: einer aus Kastav, von der die Gemälde im Gewölbe und im oberen Bereich des Chorraums (Christi- und Marienzyklus) stammen, sowie des istrischen sog. Bunten Künstlers, der im unteren Bereich Szenen der Folter des hl. Georgs und auf dem Triumphbogen die Verkündigung an Maria geschaffen hat. Die Gemälde sind 1470–79 entstanden.
In der Kirche sind geschnitzte Holzaltäre aus dem 16. und 18. Jh. und ein Taufbecken aus dem 17. Jh. sehenswert. An der Küste liegt die romanische Kirche der Hl. Dreifaltigkeit, die in der Gotik erneuert wurde. Dort befinden sich Überreste gotischer Fresken aus der ersten Hälfte des 15. Jh.
weitere Infos:
www.tz-lovran.hr |