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Norddalmatien - Region Zadar/Sibenik
Über Dalmatien
Dalmatien ist eine geschichtlich-geografische und touristische Region des adriatischen Gebiets. Sie besteht aus dem Insel- und dem Küstenteil sowie dem submediterranen Binnenland (Dalmatinska zagora) und umfasst fast alle adriatischen Inseln mit Ausnahme der Kvarner-Inseln.

Dalmatien ist in der touristischen Welt seit je her bekannt für sein sauberes Meer, viel Sonne, die zahlreichen Inseln und Inselchen, die Naturschönheiten, aber vor allem für sein Kultur- und Denkmalserbe sowie für die kulturellen Veranstaltungen (Passionskultur, Ritterspiele, Volksgesänge, Folklore und Festivals).

Zum wichtigeren Kultur- und Denkmalerbe gehören die als Weltkulturerbe von der UNESCO geschützten Denkmäler in Trogir, Split, Sibenik und Dubrovnik; die Denkmalseinheiten in Solin (antiker und frühchristlicher Komplex), Korčula, Hvar, Ston; der Palast des Diokletian in Split; die Kathedrale in Zadar, Šibenik, Trogir, Split, Hvar, Korčula und Dubrovnik; archäologische Fundorte - Bribir, das Bistum, die Umgebung von Zadar, die frühkroatischen Kirchlein von Nin bis Dubrovnik.

Bekanntestes Naturerbe: die Nationalparks: Paklenica, Kornati, Krka, Mljet; die Naturparks: Telašćica, der dalmatinische Teil des Velebit, Biokovo; die Wasserfälle - Roški slap und Skradinski buk im Fluss Krka, der Wasserfall Krčić bei Knin; die Flusstäler der Zrmanja und der Čikola (geomorphologisch-hydrologisches Reservat), die Flussläufe der Krka und Cetina (geschützte Landschaften); der Strand Zlatni rat in Bol auf der Insel Brač, sowie der Rote und der Blaue See (Crveno und Modro jezero) bei Imotski (geomorphologische Naturdenkmäler); das Delta der Neretva (biotopischer Wert); die Baćina Seen (Baćinska jezera) (Kryptodepression).

Kulturelle Veranstaltungen: das Kinderfestival (Šibenik), das Dubrovniker Sommerfestival, der Spliter Sommer, der Kultursommer von Zadar; Ritterspiele: Sinjska alka, Moreška und Kumpanija (Insel Korčula); Wallfahrten: zur Mutter Gottes von Sinj, zur Mutter Gottes der Insel in Soline, zur Mutter Gottes in Veprička.

Als schönster Golf des Mittelmeeres umspült das Adriatische Meer die Küsten Dalmatiens und seine über tausend Inseln, Inselchen und Felsen. Das Adriawasser ist um die äußeren dalmatinischen Inseln herum am durchsichtigsten; man kann bis zu 56 Meter tief sehen. Die Meerestiefe beträgt auf der Seeseite der dalmatinischen Inseln bis zu 200 m, und im Südbecken kann eine Tiefe von 1400 m verzeichnet werden. Die kroatische Küste der Adria ist felsenreich und plattenförmig. Sie hat viele kleine und große Buchten mit Fels-, Sand- und Kiesstränden. Deswegen eignet sie sich ausgezeichnet zur Erholung, zum Baden, Sonnen, Segeln, für alle Wassersport und verschiedene Angelarten.

Die größten Flüsse in Dalmatien sind Neretva, Cetina, Krka und Zrmanja. Die Flüsse eignen sich zu Kanufahrten und zum Rafting. Sie führen allesamt durch steiniges Terrain und sind wahre Oasen, weil ihre Flussläufe außerordentliche Naturschönheiten bieten.

Touristisch, aber auch geologisch sehr interessant sind zwei Seen – der Blaue und der Rote See – entstanden in zwei Bachschwinden im Karst, in der Nähe von Imotski sowie der Drachensee (Zmajevo jezero) bei Rogoznica und der kleine See Mir auf der Insel Dugi otok. Der Vraner See bei Biograd ist der größte See in Kroatien und mit dem Meer verbunden. Die bekannteste und schönste Grotte, von denen es entlang der Küste viele gibt, ist die Blaue Grotte (Modra špilja) auf der Insel Biševo.

Dalmatien - Zadar

Dieser Teil Kroatiens bietet eine besondere Erlebnis-Mischung: Die Nationalparks Paklenica und die Plitvicer Seen befinden sich in der Nähe, unberührte Inseln und Inselchen sowie die Stadt Zadar mit ihrem Altstadtkern und reichem Kulturerbe. Die Altstadt auf der Halbinsel ist ein Denkmal des kroatischen Urbanismus, und als solches zählt Zadar zu den bedeutendsten Städten Kroatiens. Die Halbinsel von Zadar, das heutige Stadtzentrum, birgt viele Überreste von Kulturen, die sich im Laufe der Jahrhunderte abgewechselt haben und jede von ihnen hinterließ Spuren.

Die Inseln vor Zadar verleihen der Stadt Vitalität und liefern ihr die Meeresfrüchte. Es lohnt sich wirklich, sich auf eine Umsegelung dieses Archipels einzulassen, von der am entferntest liegenden Insel Silba über Olib und Molat bis zu den der Stadt näher gelegenen Inseln Sestrunj, Ugljan, Veli und Mali Iž, Dugi otok und Pašman. Wer jemals in diesen Kielwassern gefahren ist, hat sich länger aufgehalten als geplant, verzaubert von den anmutigen kleinen Siedlungen, den einsamen Steinhütten und den traurigen, halbleeren Fischerorten.

Das Rafting auf der Zrmanja, einem grünen Fluss, in Kombination mit den steil aufragenden Felsen des Cañons, mit aufregenden Stromschnellen und dem „Velika buka“ (“Großer Krach”), einem Wasserfall von 13 m Höhe, ist atemberaubend....Die Saison beginnt schon im März.

Dalmatien - Šibenik

Der Blick vom Meer aus auf Šibenik ist imposant: die Einfahrt in den St.-Anna-Kanal und die Durchfahrt vorbei an der St.-Nikolaus-Festung. Auf einem Spaziergang durch die Gradina, dem ältesten Stadtteil von Šibenik, kann man die Atmosphäre des Mittelalters spüren; wenn man dann weiter in andere Stadtteile spaziert, ist leicht nachvollziehbar, wie die Stadt gewachsen ist, und wie sich die Baustile geändert haben. Die Stiländerungen haben sich auch am bedeutendsten Bau in Šibenik bemerkbar gemacht, an der Kathedrale des Heiligen Jakob, die im Laufe des fünfzehnten Jahrhunderts erbaut wurde und in das UNESCO-Register des Weltkulturerbes eingetragen ist. An ihr hat Juraj Dalmatinac sein Meisterwerk der Synthese von Gotik und Renaissance geschaffen, das Nikola Firentinac beendete. Aber der Šibeniker Geist ist nicht nur in den Bauten materialisiert; man sollte ihn auch im Gruppengesang ohne Instrumentalbegleitung (Klapa-Gesangsgruppen) heraushören, oder ihn beim Probieren eines der edlen Weine aus den umliegenden Weinbergen spüren. Vor allem in der Umgebung von Primošten haben fleißige Hände die Reben Jahrhunderte lang gepflegt und gezüchtet. In mühseliger Arbeit mussten dem kargen Felsboden kleine Stücke fruchtbaren Bodens abgerungen werden. Es lohnt sich wirklich, den Sommer im Schatten der Maulbeerbäume in Skradin zu erleben, den Prosciutto oder Pršut (Rauchschinken), den heimischen Käse und den bekannten Wein Babić in Primošten zu kosten, oder sich an schwülen Tagen in Rogoznica zu erfrischen.

Die zwei schönsten Nationalparks befinden sich in diesem Gebiet: die Wasserfälle der Krka und der Kornat-Archipel.

Der Fluss Krka ist mit seinen Wasserfällen und der besonders attraktiven Landschaft um den See Visovačko jezero, in dessen Mitte sich die kleine Insel Visovac mit einem Franziskanerkloster befindet, ein wichtiger Bestandteil der Identität von Šibenik.

Die Kornati, eine Reihe von 125 Inselchen und Riffen, bilden zum offenen Meer hin ein Bollwerk von senkrechten Felsklippen, von denen die höchste über hundert Meter ist. Dieses geomorphologische Phänomen kann man als Raum des Ursprungs erleben, denn außer den zwei kleinen Siedlungen auf der größten Insel sind alle andern Inselchen des Archipels unbesiedelt. Viele Riffe und Felsen haben keinen Namen, aber einige tragen ungewöhnliche Namen, die ihrem Äußeren entsprechen: Klobučar (Hutmacher), Balun (Ballon), Košara (Korb), Mrtvac (Toter).

Der wilde Kornat-Archipel bietet sich für einen Robinsonurlaub an. Hierher kann man der modernen Lebensweise entfliehen und den Urlaub auf einer eigenen Insel verbringen. Möglich ist die totale Einsamkeit oder die Nähe zu einem Fischerdorf oder einer Koliba (kleines Häuschen) auf der anderen Seite der Insel. Die maximale Entfernung vom Meer beträgt etwa 20 Meter, und die Kolibas bieten einen Basiskomfort. Seien Sie unbesorgt, wenn der Fischfang schlecht sein sollte: Das Boot mit Lebensmitteln kommt jeden zweiten Tag.

Dalmatien - Split

Split, die zweitgrößte Stadt in Kroatien, bildet das Herz des zentralen Dalmatiens und ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt. Der Besucher sollte es nicht versäumen, den Diokletian-Palast zu besichtigen, der aus weißem Stein erbaut ist und eines der beeindruckendsten römischen Denkmäler überhaupt darstellt. Er zählt ebenso zum Weltkulturerbe der UNESCO, wie auch die Stadt Trogir, die nur einige Kilometer von Split entfernt ist und zu der sich ein Tagesausflug lohnt. Der Weg von Trogir nach Split führt durch die Kaštels, eine Reihe von sieben Siedlungen, die um Festungen entstanden sind, die hier im Laufe des XV. und XVI. Jahrhunderts von weltlichen und kirchlichen Feudalherren aus Trogir und Split errichtet wurden, um sich vor einer Besetzung durch die Türken zu schützen.

Split hat zu Beginn der Neuzeit die schützenden Mauern des Kaiserpalastes überschritten und sich zu allen Seiten hin ausgedehnt, wobei es sich zu einer modernen Stadt am Fuße des Berges Marjan entwickelt hat. Aber wie der Großteil der adriatischen Städte, so ist auch Split an sein Meeresgewässer und seine Inseln gebunden. Auch wenn jede Insel eine Einheit für sich bildet, so gravitiert der Großteil der mitteldalmatinischen Inseln zu Split. Die Insel, die der Stadt am nächsten liegt, ist Šolta, eine kleine Perle, deren Buchten man sich von der Meeresseite aus ansehen sollte, um schließlich in Stomorska oder Nečuja anzulegen, wo sich bereits die Bediensteten des Kaisers Diokletian erholt haben; von dieser Bucht waren auch die Dichter der Renaissance beeindruckt. Es ist schön, bei Morgendämmerung in Richtung Brač aufs Meer hinauszufahren, oder bei Abenddämmerung durch den Hvarer Kanal zu schippern; ebenso wie es sich lohnt, die kulturellen Besonderheiten in Orten wie Škrip auf der Insel Brač mit seiner barocken Miniaturkirche zu besichtigen, oder Blace zu besuchen, wo Priester-Eremiten ihre Unterkunft haben, oder sich in Stari Grad auf der Insel Hvar wieder zu finden und den humanistischen Elan in der Festung des Hektorovic zu spüren, oder aber in der Stadt Hvar das Theater zu besuchen, das Anfang des siebzehnten Jahrhunderts eröffnet worden ist und sich im Gebäude des Arsenals befindet. Ebenso schön ist es in Jelsa oder in Vrboska, beim volkstümlichen Umzug mit Gesang in der Nacht von Karfreitag auf Karsamstag anwesend zu sein, auf Hvar, Šolta oder auf Brač, oder in Komiža beim traditionellen Verbrennen der Gajeta zu Ehren des Festes des Heiligen Nikolaus zugegen zu sein, oder aber sich von der Insel Vis aus auf die Insel Biševo zu begeben und die Blaue Grotte zu genießen, dieses einmaligen Naturphänomen. Aber wer die Spliter Meeresgewässer befährt, der wird es sicherlich nicht versäumen, auch die fast hundert Meter hohen vertikalen schwarzen Felsen der Insel Jabuka zu besichtigen. Erinnert sich der Gast dann auch noch, dass der Stein für den Diokletian-Palast von der Insel Brač stammt und das Theater in Hvar bereits zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts errichtet worden ist, und dann auch noch der Verse des Renaissance-Dichters Hektorović, der das Leben am Meer besungen hat, gibt es ausreichend Elemente für die Rekonstruktion der Lebenskultur auf den mitteldalmatinischen Inseln.

Die Cetina, eine Perle der Gebirgsgewässer, bietet ein unvergessliches Abenteuer: 3­-4 h Rafting flussabwärts in Gummibooten durch den Cañon, dessen Felsen die Stromschnellen umgeben, die der Umarmung der Adria entgegeneilen.

Kanufahrten – Sie fahren in Kanus den ruhigen Lauf der klaren Cetina entlang mit Vogelgesang im Hintergrund. Verweilen Sie einen Augenblick bei den “Grapski mlinici”, den 600 Jahre alten Wassermühlen, die sowohl ein eindrucksvolles Öko- als auch Ethnoerlebnis bieten... ein Ausflug, an den Sie sich noch lange erinnern werden.

Trekking in der dalmatinischen Zagora

Beginnen Sie auf dem Pfad der grünen Lichtungen und Weinberge, deren Frische durch zahlreiche Quellen und Bächlein ergänzt wird, verweilen Sie kurz und trinken das reine Quellwasser, atmen Sie die frische Luft ein, lernen Sie die kleinen bäuerlichen Haushalte kennen, wo man die Nahrung immer noch auf natürliche Art und Weise herstellt und zubereitet. Free Climbing auf dem Biokovo-Gebirge – bei Omiš befinden sich Felsen des Biokovo-Gerbirges, die ideal sind für Free Climbing. Versuchen Sie's!

Dalmatien - Dubrovnik, König des Mittelmeers

Die Freiheit ist das Hauptmotto von Dubrovnik. Seitdem es im 14. Jahrhundert gegründet wurde, führt es in seinem Wappen das Abbild des Heiligen Vlaho (Blasius), dem Schutzpatron der Stadt, und auf seiner Fahne steht “Libertas” – Freiheit geschrieben. Verschlungene Gassen, kleine Läden und Straßenkaffees der ausgesprochen schönen Altstadt sind die Hauptmerkmale von Dubrovnik. Viele Bauten sind zum Weltkulturgut der UNESCO erklärt worden, und stehen unter besonderem Schutz. Die Stadt ist am aufregendsten zur Zeit der Dubrovniker Sommerspiele, die seit 1950 jedes Jahr vom 10. bis 25. August veranstaltet werden. Während dieser Zeit ist die ganze Stadt, seine malerischen Plätze mit den Kirchen, seinen wundervollen Palästen und der einzigartigen Akustik, eine einzige kulturelle Bühne. Dubrovnik ist tatsächlich nach Menschenmaß erbaut worden, einem Maß, in dem jeder ausreichend Raum für sich in einer Gemeinschaft gefunden hat, in der Jahrhunderte lang das geflügelte Wort galt, dass die Sorge um das Allgemeinwohl die Sorge um das private Wohl vergessen lässt. Deswegen ist Dubrovnik ein echter Prototyp einer städtischen Gemeinschaft, eine Stadt, die im Unterschied zu den literarischen, utopischen Träumen zu einem großen Teil die Ideale einer besonderen urbanen Demokratie verwirklicht hat. Davon zeugen heute seine Mauern und vornehmen Brunnen, der Rektorenpalast und der Palast Sponza, das Franziskaner- und das Dominikaner-Kloster, die Apotheke aus dem XIV. Jahrhundert und die Bronzestatuen - "zelenci" (Grünlinge), die unermüdlich an der städtischen Uhr die Glocke der Vergänglichkeit schlagen. Dubrovnik lebt auch heute noch ein reichhaltiges kulturelles Leben, vor allem im Sommer, wenn das sommerliche Theater- und Musikfestival veranstaltet wird; in der Stadt ist auch der internationale Art workshop Lazareti tätig.

Dubrovnik, das ist jedoch auch seine Umgebung, das romantische Lokrum (Insel) und die Siedlungen der Dubrovniker Gemeinde: Cavtat, das aus der Asche von Epidaurum entstanden ist, und Konavle mit seinen Miniatursiedlungen, den malerischen Trachten und Bräuchen. Dubrovnik, das ist auch Prevlaka bis hin zur Landzunge Oštro, dem südlichsten Festlandpunkt der kroatischen Adria. Dieser große Raum war einst Teil des Universums, dessen Metropole diese Stadt war, der jedoch der Maßstab der Stadt war. Dubrovnik ist auch eine Stadt der Schifffahrtkultur, des Handels und des Kultivierens des Ambientes, einer Kultur, die sogar auf der Insel Palagruža, einem einsamen Inselchen inmitten der Adria und tatsächlich südlichster Punkt Kroatiens, im Laufe der Jahrhunderte Spuren hinterlassen hat.

Einige zehn Kilometer weiter nördlich gibt es wieder eine dramatische Veränderung der Landschaft und zwar im Flussdelta der Neretva. Alles wird ruhiger und ebener, es gibt kein Berg-Meer-Drama mehr, sondern nur den Flusslauf in einem ruhigen Delta, das mit Schilfrohr bedeckt ist, wo die Stille vorübergehend nur vom Flügelschlag der heimischen Vögel unterbrochen wird, während auf der Wasserfläche flache Boote, die seit Jahrhunderten in diesem Flusstal gebaut werden, sanft dahin gleite; sie sind auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des Lebens an der Neretva.

Die Inseln, vor allem Korčula, können sich ihrer kräftigen und herben Weine rühmen, aber auch der dichten Nadelwälder, die sogar die Naturgewalt der Brände vor zehn Jahren nicht vernichten konnten. Außerdem besagt die Legende, dass Korčula seinen ursprünglichen Namen dieser grünen Decke, unter der reiner Stein schlummert, verdankt. Das Ritterspiel Moreška in Korčula und Kumpanija in Blato sind ein Teil des geschichtlichen Erbes, das in der Folklore der lokalen Bevölkerung weiterlebt.

Auf eine andere Art und Weise zeugt die Siedlung Lastovo auf der gleichnamigen Insel von dieser ewig bestehenden Tradition des Lebens in mediterraner Umgebung. Sie liegt an einem sanft ansteigenden Berghang. Wegen des begrenzten Raums schmiegen sich die Häuser eng aneinander. Der Raum ist maximal gut ausgenutzt, so dass jedes Haus im Verhältnis zum anderen frei steht, seinen Ausblick, seine Besonnung und seine Luft zum Atmen hat. Ein zusätzlicher Reiz Lastovos sind auch die zahlreichen umliegenden Inselchen in einem tiefblauen Meer, was einfach zu abenteuerlichen Schifffahrten verlockt.

Auf der benachbarten Insel Mljet ist die Geschichte greifbar, und die Landschaft derart, dass sie immer wieder aufs Neue die legendäre These hervorruft, dass Mljet seinerzeit auf seinen Irrewegen durch das Mittelmeer auch von Odysseus besucht wurde. Ob dem wirklich so war, ist schwer zu sagen, aber Tatsache ist, dass es auf der Insel ausreichend Überreste verschiedener Kulturen gibt, angefangen von den zahlreichen illyrischen Bauten über mittelalterliche Kirchen bis hin zur größten Attraktion – dem Benediktiner-Kloster, das hier bereits im XII. Jahrhundert auf dem Inselchen inmitten des Veliko jezero (Großer See) erbaut worden ist.

Der Liebhaber malerischer kleiner Inseln wird sich mit Sicherhit nicht die Gelegenheit entgehen lassen, die Elaphitischen Inseln zu besuchen, ein Gebiet zwischen der Halbinsel Pelješac und Dubrovnik, um wenigstens einen Einblick zu gewinnen in die Geheimnisse dieses Raums, in dem einst die Dubrovniker Patrizier den Sommer in ihren zurückhaltend vornehmen Sommerhäusern verbrachten. Auch hier noch ist, trotz der modernen touristischen Objekte, der Prunk des Lebens und der Kultur der Dubrovniker Republik und ihrer mächtigsten Bewohner zu spüren. Für ein vollständiges Erlebnis sollte man auch den Renaissance-Park - das Arboretum in Trsteno gesehen haben. Der Park wurde Anfang des XVI. Jahrhunderts um das Sommerhaus Gučetic eingerichtet. Trotz der Schäden durch Krieg und Brände zeugt er immer noch vom Niveau der Lebenskultur des einstigen Dubrovnik.


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