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Stadt in Norddalmatien am rechten Krka-Ufer,
56 km nordöstlich von Sibenik,
220 m ü.d.M,
12331 Einw.
Knin liegt im Norden des Feldes Kninsko polje, an der Bahnlinie
Zagreb-Split sowie an der Straße, die die kroatische Hauptstadt mit der
Adriaküste verbindet.
Der Ort ist ein wichtiger Knotenpunkt im Bahn- und Straßenverkehr zwischen dem Kontinentalteil und dem Küstenland.
Die über der Stadt thronende mittelalterliche Burg war einst die
Residenz der kroatischen Könige. Knin biete eine Fülle an Kultur- und
Geschichtsdenkmälern. Besonders reizvoll ist die Festungsruine auf dem
Spas-Berg, sowohl wegen ihrer monumentalen Ausmaße als auch wegen der
großartigen Ausblicke auf Stadt und Umgebung. Einheimische Touristen
versäumen es nicht, sich unter der riesigen kroatischen Staatsflagge
auf der Festung photographieren zu lassen, die zum Gedenken an den Sieg
der kroatischen Armee im serbischen Aggressionskrieg 1995 gehißt wurde.
In unmittelbarer Nähe der Stadt befinden sich die Krka-Quelle und
der Eingang in den Krka-Nationalpark. Besonders interessant sind die
Wasserfälle der Krka bei Topolje.
Kulturerbe Mehrere
unterhalb der Festung freigelegte römische Gräber sowie Mauerreste auf
der Spas-Anhöhe belegen, daß hier einst eine Römersiedlung stand. Knin
wird erstmals im 10. Jh. (Konstantin Porphyrogennetos) als die Stadt
Tenen und Sitz des gleichnamigen Gaufürstentums erwähnt. In der
Frühzeit des kroatischen Staates residierten hier zeitweilig kroatische
Fürsten und Könige (Trpimir, Muncimir, Svetoslav, Drzislav, Zvonimir
und Petar). Um 1040 wurde das Bistum von Knin gegründet, dessen
Gerichtsbarkeit bis an die Drau reichte und dem der "kroatische
Bischof" vorstand. Später verlegten verschiedene kroatische Adelige
ihren Hof zeitweilig nach Knin (die Subic v. Bribir und die Nelipic).
Fast zwei Jahrhunderte lang steht Knin unter Türkenherrschaft. 1688
wird der Ort von den Venezianern eingenommen, die erst 1797 wieder
abziehen. Westlich der Stadt erhebt sich eine mittelalterliche Festung
aus der Mitte des 10. Jh.. Ihre endgültige Form erhielt sie zu Beginn
des 18. Jh., als sie durch die Aushebung eines Grabens von dem
Spas-Berg getrennt wurde, an den sie sich auf nördlicher Seite anlehnt.
Die Festung gehört zu den größten Fortifikationsbauten Dalmatiens.
Sie besteht aus einem oberen, einem mittleren und einem unteren Teil,
die jeweils durch Zugbrücken miteinander verbunden sind. Der obere,
nördliche Teil der Festung ist zugleich der älteste, während der
mittlere und untere Teil im späten Mittelalter gebaut wurden. Zu Beginn
des 18. Jh. waren am Bau der Festungsmauern von Knin auch einheimische
Meister (Ivan Macanovic und sein Sohn Ignacije) beteiligt. In der
Festung wurde 1893 das Museum für kroatische Altertümer untergebracht
(heute das Museum für kroatische archäologische Denkmäler in Split).
Auf dem Spas-Berg entdeckte man spätantike und spätkroatische Siedlungsreste.
weitere Infos:
www.knin.hr |