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Städtchen und Hafen an der Nordküste der Insel Hvar;
1792 Einw.
Dichte Kiefernwälder, hohe Pappeln (eine Seltenheit für die
dalmatinischen Inseln!), schöne Sandstrände, Weinberge und Olivenhaine
verleihen Jelsa und seiner Umgebung eine besondere Attraktivität.
Östlich des Orts liegt die Sandbucht Mina, auf der kleinen Halbinsel
Glavica der Badestrand Soline. Das Eiland Zecevo ist bereits seit den
Sechzigern Ziel von FKK-Anhängern, die mit Booten zum Baden
hierherkommen, so daß Jelsa zu den Wegbereitern der Freikörperkultur an
der kroatischen Küste gehört.
Jelsa hat eine reiche touristische Tradition. Das erste Hotel,
Jadran, wurde 1911 erbaut; 1913 erschien der erste illustrierte
Touristenführer in kroatischer Sprache. Heute ist Jelsa ein wichtiges
Fremdenverkehrszentrum: vielfältige Unterkunftsmöglichkeiten (Hotels,
Appartements, Campingplätze), das Sport- und Freizeitangebot
(Tennisplätze, Tenniskurse, Minigolf, Boccia, Tauchkurse sowie Verleih
von Wassersportausrüstung), ferner die weithin bekannte Gastronomie
(sowohl Meeresfrüchte als auch bekannte kroatische Weine) machen Jelsa
zu einem beliebten und gefragten Sommerurlaubsort. Ausflüge (Bol,
Makarska u.a.) werden ebenfalls organisiert.
In den Sommermonaten finden verschiedene Kultur- und
Vergnügungsveranstaltungen statt. Dazu gehören etwa die
Antun-Dobronic-Tage (20. Juli bis 20. August).
Mitte des 19. Jh. wurde das Sumpfland des Küstengebiets
trockengelegt und allmählich das neue Zentrum Jelsas aufgebaut. Mit den
umgebenden Ortschaften (Pitve, Vrisnik, Svirce u.a.) ist Jelsa durch
Lokalstraßen verbunden, und eine Schiffsverbindung schafft Anschluß
nach Split auf dem Festland und Bol auf Brac.
Die erste Siedlung entstand um die kleine Kirche St. Johannes im
Feld, die im 17. Jh. zu einem Barockbau mit achteckigem Grundriß
erweitert wurde. Um die Kirche gestaltete sich ein Platz, der im
17.-19. Jh. sein heutiges Aussehen erhielt. Die im 16. Jh. erbaute und
befestigte Pfarrkirche St. Fabian und Sebastian ist ein dreischiffiges
Bauwerk mit einem steinernen Tonnengewölbe. Einer der Barockaltäre ist
das Werk des Holzschnitzers Antonio Porri. Im Neuen Park steht eine
Skulptur des kroatischen Komponisten A. Dobronic (1878-1955), ein Werk
von S. Drinkovic. Unweit von Jelsa liegen Reste einer antiken Festung
namens Tor und bei Crkvica Reste eines römischen Bauwerks.
weitere Infos: www.tzjelsa.hr |