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Sammelbezeichnung für sieben Ortschaften (verwaltungstechnisch die Stadt Kastela)
im mitteldalmatinischen Küstenbereich, nordwestlich von Split;
32284 Einw.
Die sieben schönen alten Ortschaften mit ihren an der Küste
errichteten Kastellen sind ein gern besuchter Teil der Riviera zwischen
Split und Trogir.
Die landschaftlichen Schönheiten dieses Raums zogen die Menschen
seit jeher an, von altgriechischen Seefahrern, römischen Patriziern,
kroatischen Königen und Fürsten, fleißigen Obst- und Gemüsebauern, bis
hin zu den Touristen unserer Tage.
Die malerischen Orte Kastel Stafilic, Kastel Novi und Kastel Stari
erstrecken sich an der 6 km langen Riviera von Kastela. Sie sind ein
beliebter Urlaubsort für Gäste aus dem In- und Ausland. Neben Bade-,
Sport- und Freizeitaktivitäten gehören auch Unterhaltungsabende zum
touristischen Angebot.
Kastel Luksic liegt am Scheitelpunkt der Kastela-Bucht. Dieser Ort
mit 70 Jahren touristischer Tradition ist bekannt für seinen
botanischen Garten mit zahlreichen Mittelmeerpflanzen und seine feinen
Kieselstrände.
Kastel Kambelovac lockt nicht nur mit schönen Stränden, sondern auch
mit vielen Restaurants, einer reizvollen Promenade am Meer und
Spazierwegen auf dem nahegelegenen Kozjak-Berg.
In Kastel Gomilica findet man überwiegend Sandstrände, die besonders
für Familien mit Kindern geeignet sind. Für regelmäßige
Vergnügungsveranstaltungen auf Plätzen und Tanzterrassen ist gesorgt.
Die Stadt Kastela bietet im Sommer ebenfalls verschiedene Kultur-
und Vergnügungsveranstaltungen. Besonders festlich geht es beim
Stadtfest von Kastela (4. März) zu. Aktivurlaubern und Sportlern stehen
im gesamten Raum Tennis-, Basketball-, Fußball- und Volleyballplätze
zur Verfügung. Es können auch Wasserfahrzeuge und Requisiten für
verschiedene Wassersportarten gemietet werden. Organisierte Ausflüge
werden ebenfalls geboten.
Kulturerbe In
antiker Zeit Vorort von Salona und Tragurium mit vielen Landvillen. Zu
Beginn des 7. Jh. siedeln sich im Feld von Kastela Kroaten an. So
entstehen die Orte am Fuße des Kozjak. Später wird Kastela zum
königlichen Besitz der Familie Trpimirovic, die in ihrer Stammburg Klis
und dem Landsitz Biaci residiert. Zur Zeit der Türkenvorstöße (15./16.
Jh.) errichten die aus Split und Trogir stammenden Grundherren von
Kastela befestigte Bauwerke an der Küste, um die herum sich der
Sicherheit wegen die Landbevölkerung aus der Sockelzone des Kozjak
ansiedelt.
Kastel Sucurac ist das erste der am Meer erbauten Kastelle (aus
Osten betrachtet). 1392 ließ es der Spliter Erzbischof A. Gualdo auf
seinem Landgut errichten; erneuert und erweitert wurde es 1488 von
Erzbischof B. Averoldo; seine endgültige Form verlieh ihm 1510
Erzbischof B. Zane. Das Kastel besteht aus Resten des ältesten Turms,
des ummauerten Hofs und des befestigten gotischen Palais und
Sommerhauses. An der Stelle der einstigen auf der Anhöhe gelegenen
Siedlung steht heute die kleine Kirche St. Georg von Putalj, auf die
sich die Schenkungsurkunde der Fürsten Trpimir (852) und Mutimir (892),
die in der Pfarrkirche aufbewahrt wird, bezieht.
Kastel Gomilica errichteten in der 1. Hälfte des 16. Jh. die
Benediktinerinnen aus Split zur Verteidigung gegen die Türken. Das
Kastell entstand auf einem Inselchen des Landguts Pustica, das dem
Orden 1078 von König Zvonimir geschenkt worden war. Die kleine
romanische Kirche St. Kosmas und Damian wurde 1160 eingeweiht. Im Ort
steht die barocke Kirche St. Hieronymus. Die neue Pfarrkirche schmückt
ein bemaltes Holzkruzifix, eine Arbeit von F. Bakotic (18. Jh.).
Kastel Kambelovac wurde 1589 von der Adelsfamilie Cambi aus Split
errichtet. Es war ursprünglich ganz von Wasser umgeben, wurde jedoch
später durch Aufschüttung mit der Küste verbunden. An der Küste steht
das befestigte Haus der Brüder Cambi aus dem 16. Jh. In der Ortsmitte
erheben sich ein zylindrischer Turm und ein Palast mit einem
reichverzierten Renaissancebalkon.
Kastel Luksic wurde Ende des 15. Jh. von der Adelsfamilie Vitturi
aus Trogir erbaut. Es hat die Form eines großen palastartigen,
befestigten Sommerhauses, das einst ganz von Wasser umgeben war, aber
heute mit dem Festland verbunden ist. Den Mittelpunkt bildet der Hof
mit Bogengängen im Renaissancestil. Die alte Pfarrkirche von 1515 wurde
im Baustil der Gotik und Renaissance errichtet. Die neue Pfarrkirche
birgt den Altar des seligen Arnir, der im 19. Jh. aus dem gleichnamigen
Kloster in Split hierher verlegt wurde, eine Arbeit von Juraj
Dalmatinac (1445). Außerhalb des Orts steht die kleine Georgskirche aus
dem 9. Jh. An der Stelle des einstigen Dorfes Ostroga findet man ein
dem hl. Hieronymus geweihtes Kirchlein aus dem 12. Jh.
Kastel Stari wurde 1481 von dem Trogirer Humanisten, Schriftsteller
und Heerführer Koriolan Cipiko gebaut; nach einem Brand wurde es 1492
erneuert. Von der Seeseite betrachtet sieht es wie ein Sommerhaus aus.
Den Mittelpunkt bildet der Innenhof mit Arkadenumgang. Im Ortskern
findet man die Renaissancekirche St. Joseph und die barocke
Pfarrkirche.
Kastel Novi wurde 1512 von Pavao Cipiko, dem Neffen Koriolans,
erbaut. Es hat die Form eines frei stehenden Turmes. Die
Renaissancekirche St. Rochus aus dem Jahr 1586, die Stadtloggia (18.
Jh.) und der Uhrturm gehören zu den bedeutendsten Bauwerken dieses
Ortes.
Kastel Stafilic wurde nach seinem ersten Besitzer benannt, dem
Trogirer Stjepan Stafile, der das Kastell auf der Insel errichtete und
durch eine Zugbrücke mit dem Festland verband. Erhalten sind der Turm,
ein befestigtes Renaissancegebäude und das Kastell der Familie Pera im
Ortskern. Die im Barock- und Renaissancestil gehaltene Pfarrkirche aus
dem 18. Jh. wurde von Ignacije Macanovic erbaut. Im Westen steht der
unvollendete Turm Nehaj. In Biaci, wo einst das Schloß des kroatischen
Herrschergeschlechts Trpimirovic stand, sind heute Mauerreste der
kleinen Kirche St. Martha zu finden.
www.dalmacija.net/kastela.htm |