|
Ortschaft im Hinterland von Split, am Gebirgssattel zwischen Mosor und Kozjak,
9 km östlich von Split;
150 m ü.d.M.;
2320 Einw.
Der Ortskern liegt am Fuße eines Felsens mit mittelalterlicher Festung.
Klis liegt zwischen dem Kozjak- und dem Mosor-Berg, an der die
Metropole Split mit dem Hinterland verbindenden Hauptverkehrsstraße.
Der Ort ist ein beliebtes Ziel von Ausflüglern. Hier lohnt vor allem
eine Besichtigung der historischen Denkmäler und der in der Festung
ausgestellten historischen Sammlung. Am Knotenpunkt der sich hier
kreuzenden Verkehrswege findet man mehrere Gaststätten, die
einheimische Speisen (Lammfleisch) anbieten.
Gornji Muc, Ortschaft 25 km nördlich von Split
In der Römerzeit die Siedlung Andetrium; heute noch Mauerreste und
Grabinschriften. Neben der Peterskirche entdeckte man 1871 das
reliefverzierte Fragment einer Chorschranke mit dem Namenszug Fürst
Branimirs und der Jahreszahl 888. Die Inschrift lautet: "Branimiri
annor(um) Xpi (christi) Sacra de Virg(ine) carne(m) ut su(m)ps(it)
s(acrum) DCCCLXXX et VIII vi q(ue) indic(tione)" (Zagreb,
Archäologisches Museum). Hier stand ursprünglich eine altkroatische
Kirche, wahrscheinlich ein umgebautes antikes Bauwerk. In der Nähe
liegt ein altkroatischer Friedhof.
Kulturerbe Die
Bedeutung von Klis wird bereits von Konstantin Porphyrogennetos (10.
Jh.) hervorgehoben. Seit dem 9. Jh. ist hier der Sitz der kroatischen
Fürsten und Könige aus dem Hause Trpimirovic; in einer Urkunde aus dem
Jahre 852 erwähnt Fürst Trpimir Klis als seinen Hof (in curtis nostra).
Nach dem Aussterben der kroatischen Dynastien fallen die Festung von
Klis und die umgebenden Besitztümer als königliche Lehen an
verschiedene kroatische Feudalherren.
Die Türken erobern Klis im Jahr 1537. Als Sitz eines Sandschaks wird
der Ort von den Türken befestigt und eine Moschee mit Minarett gebaut.
1648 erobern die Venezianer die Festung Klis und befestigen sie nach
modernen strategischen Grundsätzen. Die Moschee wird in eine Kirche
verwandelt. Das heutige Aussehen der Festung Klis geht auf die Zeit der
letzten venezianischen Erneuerung zurück.
Nach dem Abzug der Türken entstand unterhalb der Festung eine neue
Siedlung. Im Ort steht ein alter türkischer Brunnen, und in der
Pfarrkirche sind Fresken von V. Parac zu sehen.
weitere Infos: www.tzo-klis.hr |