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Hafenstadt und Fremdenverkehrszentrum
11743 Einw.
Makarska ist das Zentrum der bekannten, etwa 60 km langen Riviera
von Makarska, die sich von Brela im Westen bis Gradac im Osten
erstreckt.
Die Riviera liegt "eingezwängt" zwischen den Hängen des unter
Naturschutz stehenden Biokovo-Gebirges und dem Meer, von dem man sagen
kann, daß es hier klar und sauber wie selten anderswo im Mittelmeerraum
ist.
Makarska ist ein angenehmer Urlaubsort: am Berührungspunkt von Meer
und Gebirge kann der Gast die schönen langen Strände und die üppige
Vegetation mit Olivenhainen und Kiefernwäldern genießen. Hinzu kommen
sehenswerte Kultur- und Geschichtsdenkmäler, die vielfältigen
Unterkunftsmöglichkeiten, das gastronomische und das Freizeitangebot.
Der Fremdenverkehr hat hier eine langjährige Tradition, denn das erste
Hotel wurde bereits 1914 gebaut, und 1922 wurde eine Gesellschaft zur
Verschönerung der Stadt gegründet.
Einen besonderen Reiz bietet, neben dem reichen Kultur- und
Geschichtserbe, das Malakologische Museum (im Franziskanerkloster),
dessen einzigartige Sammlung Muscheln aus der Adria und den Weltmeeren
umfaßt. Es zählt zu den schönsten und bestausgestatteten
malakologischen Museen der Welt.
Sportfreunden und Aktivurlaubern stehen viele Plätze und Requisiten
für Sportarten zu Lande und zu Wasser zur Verfügung. Das Tenniszentrum
hat neun Hartplätze, einen Platz mit Color-Set-Boden sowie zwei Hallen
mit beleuchteten Hartplätzen. Dieses moderne Tenniszentrum, in dem
wichtige internationale Turniere abgehalten werden, liegt unweit des
bekannten Strandes von Makarska.
In Makarska werden auch Kuraufenthalte angeboten: die Kurheilanstalt
Biokovka hat ein vielfältiges Programm therapeutischer Anwendungen.
Angenehm sind Spaziergänge am Hafen und an den städtischen Badestränden
vorbei, doch wer zu größeren Anstrengungen bereit ist, kann auf einem
der vielen Gebirgspfade die Gipfel des Biokovo-Gebirges erklimmen, die
frische Gebrigsluft und die großartige Aussicht genießen. Das Biokovo
tritt nicht nur durch viele Besonderheiten des Reliefs hervor, sondern
auch durch endemische Pflanzenarten und seinen Reichtum an Großwild
(Wildschafe und Gemsen).
Kultur-, Kunst- und Vergnügungsveranstaltungen sowie Volksfeste sind
fester Bestandteil des Lebens in Makarska, besonders in der
Fremdenverkehrssaison. Im Juli und August findet traditionell der
Kultursommer von Makarska mit Theatervorstellungen, Konzerten,
Gesangsabenden dalmatinischer A-cappella-Chöre, Ausstellungen,
Poesieabenden und Folkloreveranstaltungen statt. Im Rahmen des
Kultursommers werden auch die "Ribarska noc" (Fischernacht) und die
"Noc Kalelarge" (Nacht der Kalelarga) abgehalten.
Kulturerbe Die
antike Siedlung, wahrscheinlich Muccurum, wurde der Überlieferung
zufolge im Jahr 548 von dem ostgotischen König Totila zerstört. Später
wird Makarska zu einem der Hauptstützpunkte des Stammes der Neretljani.
Bis zum 14. Jh. erkennt die Stadt die Souveränität der kroatischen
Dynastien bzw. der ungarisch-kroatischen Könige an. Von 1324 bis 1463
steht sie unter der Herrschaft der bosnischen Dynastie Kotromanic.
1499-1646 ist sie von den Türken besetzt, 1646-1797 von Venedig und
1815-1918 von Österreich.
Am Ufer sieht man die Barockkirche St. Philipp Neri und das Gebäude
des ehemaligen Oratorianerklosters, das seine ursprüngliche
Erscheinungsform bewahrt hat. Am westlichen Ende der Uferstraße Obala
kralja Zvonimira beginnt eine Küstenpromenade, auf der man die
Landzunge Sveti Petar umgehen kann (Leuchtturm, Grundmauern der
Peterskirche aus dem 15. Jh. sowie die 1993 erneuerte Peterskirche).
Östlich des Piers erstreckt sich die Uferstraße Marineta mit einer bis
zum bewaldeten Osejava-Kap reichenden Allee. Unweit davon liegt das
Franziskanerkloster mit Kreuzgang aus dem Jahr 1400 (1540 erneuert, in
heutiger Form seit 1614). In der alten einschiffigen Klosterkirche mit
barockem Glockenturm aus dem Jahr 1715 ist heute eine Pinakothek
untergebracht (Mariä Himmelfahrt von Pietro de Coster, 1760). Im
Kreuzgang des Klosters kann man eine Malakologische Sammlung bewundern.
Vom Pier führen Stufen zum Kacic-Platz im alten Stadtkern, wo ein
Denkmal an den Dichter Andrija Kacic Miosic erinnert (ein Werk von Ivan
Rendic, 1889); auf der nördlichen Seite des Platzes steht die barocke
Pfarrkirche St. Markus (erbaut 1700-76), die bis 1828 auch die
Episkopalkirche war. In ihrem Inneren sind der silberbeschlagene Altar
der Rosenkranzmadonna (aus dem Jahr 1818) und der Hauptaltar aus
inkrustiertem Marmor (eine venezianische Arbeit aus dem 18. Jh.) zu
bewundern. Vor der südlichen Gebäudeseite befindet sich ein barocker
Brunnen aus dem Jahr 1775.
weitere Infos:
www.makarska.hr |