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Städtchen im Innern der Insel Korcula (etwa 4 km vom Meer entfernt),
7 km südöstlich von Vela Luka,
4093 Einw.
Sie liegt am Ostrand des Blatsko polje, eines trockengelegten
Feldes, das zugleich die bedeutendste Agrarfläche der Insel ist. Das
Feld wurde über einen zur Bristva-Bucht gegrabenen Tunnel entwässert.
Blato rief mit seinem harmonischen urbanen Gepräge bereits im 18.
Jh. bei vielen Reiseschriftstellern Bewunderung hervor. Durch die
Ortsmitte verläuft eine über 1 km lange Lindenallee, und es ist ein
besonderes Erlebnis, im Juni, wenn die Linden blühen, in der Allee zu
flanieren.
Der schönste Blick auf Ortschaft und Umgebung bietet sich von der
Straße aus, die vom Ort zur Südküste führt, wo man angenehme Unterkunft
finden kann. Hier liegen auch die malerischen Buchten Griscica und
Prizba sowie Karbuni und Potirna. Davor liegt eine Inselgruppe mit
schönen Stränden. An der Nordküste lockt die Bucht Prigradica mit ihrem
gut geschützten Hafen.
Die Einwohner Blatos halten seit jeher an ihrer Tradition und Kultur
fest. Davon zeugen auch 15 Folklorevereine, die heute Kultur und
Bräuche des Ortes pflegen. Darunter ist auch der 1927 gegründete
Ritterverein Kumpanija. Der Säbeltanz "kumpanija", einer der vielen
attraktiven alten Bräuche aus Blato, findet jedes Jahr am 28. April
statt, dem Feiertag der Schutzheiligen St. Vizenza, deren Gebeine mit
der Genehmigung des Papstes Pius VI. vor zwei Jahrhunderten nach Blato
gebracht wurden.
Die Kumpanija war ursprünglich der Kampf zweier Ritterheere, die
ihre Bereitschaft zur Verteidigung der Heimat zeigten – eine
Reminiszenz an weit zurückliegende Jahrhunderte, als die Verteidigung
der Inseln in den Händen der örtlichen Landwehrverbände, der sog.
"kumpanije", lag. Nachdem der Gemeindevorsteher seine Erlaubnis
ausgesprochen hat, beginnt der Anführer der Ritter, der Kapitän, mit
dem Kriegstanz ("Ples od boja") und führt dabei verschiedene
Tanzfiguren aus. Besonders interessant ist jener Teil, in dem der
Fähnrich, Alfir genannt, seinen Tanz mit der großen Fahne vorführt.
Nachdem die Ritter ihr Können gezeigt haben und die Kumpanija beendet
ist, beginnt mit dem sog. Tanac, einem Paartanz, ein Freudenfest der
Ritter und Mädchen. Die Kumpanija wird zu Dudelsackklängen und
Trommelschlägen aufgeführt.
Den tausendjährigen Brauch der Opferung eines Ochsen hat man vor
einigen Jahrzehnten aufgegeben. Das Ganze spielt sich vor der
Allerheiligenkirche ab, auf der Plokata, wo auch andere Feste und
Veranstaltungen stattfinden.
Kulturerbe Aus
römischen Zeiten stammen die Überreste des Gutshofs Junianum. Die
ältesten Bauwerke sind die Heilig-Kreuz-Kirche am Friedhof und die
St.-Hieronymus-Kirche, gebaut im romanisch-gotischen Stil (14. Jh.).
Die mittelalterliche Pfarrkirche Allerheiligen wurde im 17. Jh.
erweitert (Baumeister und Steinmetzen von Korcula). Die Kirche birgt
Altäre aus Marmor. Anfang des 18. Jh. wurde die klassizistische Kapelle
St. Vinzenza mit dem prächtigen Grabmal der Heiligen erbaut. Die
Altargemälde (Öl auf Holz: Allerheiligen und Madonna mit Kind) sind das
Werk des Renaissancemeisters Girolamo da Santacroce. Die bereits im 15.
Jh. erwähnte alte Loggia wurde durch eine neue ersetzt, an der 1700 der
Steinmetz Spaso Foretic aus Korcula arbeitete. In dem im Renaissance-
und Barockstil gehaltenen Kastell der Familie Arneric befindet sich das
Heimatmuseum. Barocke Ansitze des einstigen Landadels von Korcula
belegen die volkstümliche Wohnarchitektur.
In Zablace westlich von Blato ist die einschiffige Kirche St. Kosmas
und Damian aus dem 12. Jh. sehenswert. In der Umgebung gibt es noch
einige kleine mittelalterliche Kirchen: die Kirche St. Maria im Feld
(1338), St. Martin in Mala Krtinja (um 1346) und St. Mi-chael in Dugi
Pod (1346).
weitere Infos: www.blato.hr |