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Ortschaft im südöstlichen Teil der Insel Krk im Tal des Flüßchens Suha Ricina,
2,5 km nordwestlich von Baska,
249 Einw.
Der Name Jurandvor stammt aus der frühesten kroatischen Kulturgeschichte und ist unter einheimischen Besucher als eine historisch wichtige Lokalität bekannt; für Ausländer bedeutet die Tafel von Baska die Begegnung mit der europäischen Hofkultur des 12. Jh.
Die Lage unweit der Küste (Baska – 2,5 km) und die friedliche Karstgegend machen den Ort zu einem attraktiven Urlaubsziel. Den Gästen steht das touristische Angebot von Baska zur Verfügung.
Kulturerbe Auf den Resten eines römischen Landhauses errichteten die Benediktiner (Glagolitermönche) die Abtei St. Lucia, der Abt Dobrovit ließ um 1100 die jetzige frühromanische Kirche bauen. Der Altarraum war durch eine steinere Chorschranke (Septum) vom Kirchenschiff getrennt, die nach 1752 eingerissen ist. Die bekannte Tafel von Baska war einst ein Teil dieser Schranke. Während der Romanik errichtete der Baumeister Andreas in der Fassadenmitte einen Glockenturm mit rechteckigem Grundriß, und 1498 wurde an der südlichen Schiffswand die Kapelle der Muttergottes vom Rosenkranz angebaut. Heute befindet sich in der Kirche ein Lapidarium mit Denkmälern aus der römischen und altchristlichen Zeit und glagolitischen Inschriften, sowie eine gefaßte Holzskulptur aus dem 16. Jh. Im Glockenturm hängt eine Glocke aus der ersten Hälfte des 14. Jh. (Meister Manfredinus).
In der Lucienkirche bzw. in der Rosenkranz-Kapelle ist die Tafel von Baska ausgestellt (Abguß), eines der ältesten, in Stein gemeißelten Schriftdenkmäler in kroatischer Sprache. Sie entstand zur Zeit der kroatischen Könige in der zweiten Hälfte des 11. Jh. und wurde mit Glagoliza (Übergangsstil von runder zur eckigen Glagoliza) Beschrieben.
Der Text der Inschrift handelt von der Schenkung eines Besitztums des Königs Zvonimir an den Abt der Lucienkirche und von der Errichtung dieser Kirche. Die Tafel diente ursprünglich als linker Flügel (Pluteum) der Chorschranke. Die Tafel von Baska ist eigentlich eine Urkunde wie jene, die in Dalmatien und im nördlichen Küstenland im 11. und 12. Jh. verfaßt wurden. Sie ist jedoch nicht nur als wichtiges Dokument der Sprachwissenschaft und der glagolitische Paläographie, sondern auch als Denkmal der kroatischen Kunst und Geschichte von großer Bedeutung. Sie ist heute im Atrium des Gebäudes der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste (HAZU) in Zagreb ausgestellt.
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www.kvarner.hr |