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Ortschaft mit dem Ankerplatz Tovarnele an der Nordwestküste der Insel Pag,
südlich des Kaps Lun,
357 Einw.
Der Ort ist für den Olivenanbau bekannt; die Olivenhaine stehen wegen ihrer Schönheit unter Naturschutz. Gut für einen ruhigen Urlaub geeignet.
Die südlichen und westlichen Abhänge sind mit alten Olivenbäumen und stellenweise mit Macchia bewachsen, während die nördlichen felsig und kahl sind. Auf der Hochebene gedeihen Reben und Obstbäume (Feigen-, Pfirsich-, Mandel- und Birnbäume). Auf einigen Feldern werden Gerste und Hülsenfrüchte angebaut, die Einwohner sind Fischer und Viehzüchter. Die Küste ist in kleine Buchten mit Sand- und Schlammgrund gegliedert, wobei nur Tovarnele und Jakisnica bei Bora geeignete Ankerplätze sind. Westlich der Küste liegen die Inselchen Dolfin und Veliki und Mali Laganj.
In der Gegend von Lun befinden sich mehrere Nekropolen und eine größere Festung (Gradac, über Stanisce) aus der Liburnerzeit. In der Bucht Tovarnele wurden römische Münzen gefunden, dort ist auch ein altchristlicher Sarkophag ausgestellt, der in jüngerer Zeit aus Pag hierher gebracht wurde.
In der Pfarrkirche St. Hieronymus wird das romanische Standbild des hl. Michael aufbewahrt, das in der Ruine der frühmittelalterlichen Martinskirche auf dem Kap Luna gefunden wurde. In der Nähe des Weilers Jakisnica liegen die Mauerreste der Johanniskapelle aus dem 14. Jh. und in Vidasovi Stanovi jene der St.-Veit-Kapelle, ebenfalls aus dem 14. Jh.
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