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Stadt und Hafen an der Südostküste der gleichnamigen Bucht auf der Insel Pag
2421 Einw.
Sie liegt im südwestlichen Teil von Krsina (263 m), wo die Bucht Paski zaljev über eine Meerenge (Prosika) in Richtung Südosten in einen flachen Salzsee (Paska solila) übergeht.
Der Fremdenverkehr auf Pag erlebte in den vergangenen Jahrzehnten einen Aufschwung. Der geräumige, eingerichtete Stadtstrand, besonders für Familien mit Kindern geeignet, liegt unweit des Stadtzentrums.
In seiner Nähe befinden sich die einstigen Lager des alten Salinenwerks von Pag (eines wurde in eine Diskothek verwandelt). Heilschlamm kommt an der Lokalität Lokunj vor. In Pag wird die berühmte Pager Spitze gefertigt (die bekanntesten kroatischen Klöppelarbeiten). In der ortsansässigen Käserei wird eine der bekanntesten heimischen Käsesorten, der Pager Käse, hergestellt. Zu den nationalen Souveniren gehört auch die bekannte Volkstracht von Pag.
In Pag findet man heute zahlreiche Hotels, Appartements, Zimmer, interessante Sport- und Freizeitprogramme (besonders Wassersportarten), sowie Kulturveranstaltungen, was neben der beeindruckenden Landschaft, die an eine vom Meer umgebene Spitzenstickerei aus Stein erinnert, die Stadt Pag mit ihrer Bucht zu einem besonders beliebten Reiseziel macht.
Der innere Teil der Bucht ist südlich vom Kap Sveti Nikola, wo sich der Hafen von Pag befindet, flach und schlammig. Den Hafen steuert man über einen 50 m breiten und bis 4,5 m tiefen Kanal an. Im Hafen ist ein geschlossener Anlegeplatz mit einer maximalen Tiefe von 2,9 m errichtet worden, und südlich davon befindet sich ein Kai, wo die Wassertiefe 3,6–4 m beträgt. Größere Schiffe können an der Ostküste (Tiefe von 24–28 m) vor Anker gehen, 850 m südlich der Kapellenruine auf dem Kap Sv. Nikola. Kleinere Schiffe können bei schönem Wetter und im Sommer vor der Einfahrt in den Kanal ankern. Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 3,5 m können am nördlichen Kai anlegen, im Hafen stehen Poller für Boote.
Die Nähe zu Karlobag und zum Biosphärenreservat am Velebit ermöglichen Liebhabern von Gebirgen und herrlichen Bergpanoramen, den Tag sowohl im Gebirge als auch am Meer zu verbringen.
Am Feiertag Mariä Himmelfahrt (15. August) wird ein großes Volksfest gefeiert. Zahlreiche Besucher kommen auch zum Sommerkarneval, wo man interessante Masken sehen kann.
Geschichte Das mittelalterliche Pag (Name vom lateinischen pagus: Dorf) entstand neben der Meersaline unweit der verlassenen Stadt Stari Grad, etwa 3 km südlich vom heutigen Ort. Im Jahre 1244 erteilte der König Bela IV. Pag den Status einer freien königlichen Stadt. Nach dem Aufstand gegen Zadar erhält Pag teilweise Autonomie. Ludwig I. erkennt im Jahre 1376 der Stadt, sowie anderen dalmatinischen Städten, ihre vollständige Autonomie an. Bei den Kämpfen gegen Zadar wurde die Stadt 1394 stark zerstört, so daß die Bewohner an einen anderen Ort umsiedelten, wo die heutige Stadt Pag gegründet wurde.
Kulturerbe Im Jahre 1443 wurde eine neue Stadt gegründet und nach neuen städtebaulichen Prinzipien errichtet. Die Hauptstraße und die quer verlaufende Straße, die sog. Vela ulica, kreuzen sich rechtwinklig und bilden einen rechteckigen Platz mit der Kirche, dem Fürstenpalast und dem unvollendeten Bischofspalast, an denen, wie auch an den Stadtmauern, der berühmte Baumeister und Bildhauer Juraj Dalmatinac arbeitete. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit drei Apsiden. Die einfache Fassade zieren ein gotisches Portal, Rosenfenster im Renaissancestil und unvollendete Heiligenfiguren.
Den Bau der Kirche übernahm 1466 Juraj Dalmatinac, die Bearbeitung vertraute er Mitarbeitern an; sie wurde erst Anfang des 16. Jh. fertiggestellt; im 18. Jh. wurde sie restauriert, damals sind auch die Deckenmotive in Stucco entstanden. Die Kirche birgt wertvolle Kunstschätze: das Altarblatt der Rosenkranzmadonna, ein gotisches Holzkruzifix, sowie ein silbernes Prozessionskreuz und Meßgerät (in der Schatzkammer). Der Glockenturm wurde 1526 errichtet.
In der Benediktinerinnenkirche St. Margareta, die nach dem Entwurf von Juraj Dalmatinac (Georgius Dalmaticus) errichtet wurde, werden ein silbernes Prozessionskreuz und Meßgerät aufbewahrt. Die Georgskirche aus der Renaissance ist ein Werk einheimischer Baumeister aus dem 16. Jh.
In der Stadt gibt es mehrere Häuser und kleinere Paläste mit Fassaden und Portalen im Renaissancestil und Wappen ansässiger Familien.
In der Altstadt sind Reste der Stadtmauern und der Bischofskirche erhalten, einer dreischiffigen Basilika aus der Romanik; die Fassade mit romanischen und gotischen Merkmalen hat 1392 der Bildhauer Pavao aus Sulmona gestaltet. Neben der Kirche liegt die Ruine des Franziskanerklosters aus dem Jahre 1589.
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