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Kulturerbe
Von der Anlegestelle am Hafen breitet sich zum Stadtzentrum der Platz
der Republik Kroatien aus. An der Ecke dieses Platzes und des Korsos
steht das klassizistische Gebäude des Senders Radio-Rijeka. In diesem
Gebäude wurde 1905 die Resolution von Rijeka verabschiedet
(Gedenktafel). Der Korso führt nach Südosten: links ragt der Stadtturm
("Pod uriloj") hervor; die Fassade zieren reliefartige Büsten der
österreichischen Kaiser Leopold I. und Karl VI. Durch den Durchgang im
Turm gelangt man in die Altstadt. Gegenüber dem Durchgang steht der
Palac komuna rickoga (1532–1835, Sitz des Stadtrats), das Geburtshaus
des Komponisten Ivan Zajc (1835–1914; Gedenktafel). Links lehnt sich an
das Gebäude der Torbogen des Alten Stadttors an, der das älteste
Architekturdenkmal in Rijeka ist (vermutlich das Tor des römischen
Prätoriums). Links befindet sich die Straße Uzarska ulica, die zum
einstigen Dom Mariä Himmelfahrt führt (ursprünglich gotisch, 1695 und
1715-26 vollkommen barockisiert). Die klassizistische Fassade stammt
vom Anfang des 19. Jh. Die Kirche birgt Kopien von Tizians Assunta und
dem Hl. Johannes dem Täufer (beide sind Werke des Malers Ivan Simonetti
aus Rijeka, 1850) und barocke Heiligenstatuen, Werke von Giacomo
Contieri aus Padua (18. Jh.). Vor der Kirche steht ein romanischer
Glockenturm (mit eingemeißelter Jahreszahl 1377), der obere Teil ist im
Stil der venezianischen Gotik gestaltet. Neben der Kirche wurden
Überreste von römischen Thermalbädern aus dem 4. Jh. entdeckt. Durch
das Obere Tor (Gornja vrata) gelangt man zum Platz Grivica mit der
St.-Veit-Kirche (heute Kathedrale), die 1638 von F. Olivieri errichtet
und 1725 von B. und G. Martinuzzi umgebaut wurde. Über der Rotunde
erhebt sich eine Kuppel auf Säulen, der Zentralraum ist von einem
Kapellenkranz umgeben, auf dem ersten Altar kann man I. Simonettis
Kopie von Tizians Assunta (1850) bewundern. Die Altäre des hl.
Franziskus Xaver und des hl. Joseph sind Werke von Antonio Michelazzi,
die anderen von Leonardo Paccassi. Über dem Hauptaltar (Pasquale
Lazzarini) dominiert ein gotisches Holzkruzifix aus der älteren Kirche.
Neben der St.Veitskirche wurde an der Stelle der mittelalterlichen Burg
(ein Teil der Außenmauer ist erhalten) der Justizpalast errichtet.
Weiter in Richtung Westen steht in der Straße Ulica Zrtava faSizma der
einstige Gouverneurspalast; er beherbergt heute das Geschichts- und
Marinemuseum. Links vom Eingang in den Park kann man ein Lapidarium mit
Bruchstücken römischer und mittelalterlicher Denkmäler besuchen. Rechts
führt die Promenade Vladimir Nazor bergab. Rechts im Park steht
das Gebäude des Stadtarchivs im Renaissancestil und links das
Naturkundemuseum, das Aquarium und der Tiergarten. Ganz in der Nähe,
auf dem Berg Kalvarija, stehen die teilweise erhaltenen Reste des
Liburnischen Limes (der Wall ist an einigen Stellen 2 m breit und 3 m
hoch).
Vom ehemaligen Gouverneurspalast führt die Straße Supilova ulica zur
westlichen Stadtmauer an der Küste hinab; am Ende der Straße öffnet
sich der Platz der Republik Kroatien zum Meer. Hier steht auch der
Palast des einstigen Munizipiums (heute Rektorat) mit klassizistischer
Fassade (1852), der ursprünglich als Augustinerkloster (14. Jh.)
diente. Am Südostrand der ehemaligen Klosteranlage erhebt sich die
Kirche St. Fabian und Sebastian (Marulic-Straße); ein gotisches Bauwerk
aus dem Jahre 1315, das später restauriert und umgebaut wurde. Von der
großen Klosteranlage sind die Hieronymuskirche (im 18. Jh.
barockisiert), der Kreuzgang und zwei gotische Kapellen mit Grabstätten
einiger Kapitäne, Adeliger und Patrizier aus Rijeka erhalten geblieben.
Das ehemalige Kloster ist an drei Seiten vom Platz der
Rijeker-Resolution umgeben. Mitten auf dem Platz wurde die Säule des
Stadtbanners aus dem Jahre 1509 aufgestellt; das Hochrelief stellt St.
Veit, den Schutzpatron der Stadt, dar. Vom Platz der Republik
Kroatien zweigt sich die Straße Dolac ab. Dort steht das Gebäude der
Stadtbibliothek und die Moderne Galerie. Nach dem Abbruch der
Stadtmauer begann Rijeka sich zum Meer hin auszubreiten. Zwischen dem
Korso und dem Hafen wurden Gebäude errichtet, die den Bedürfnissen des
immer intensiver werdenden Hafen- und Warenverkehrs angepaßt waren.
Hier steht auch die barocke orthodoxe St.-Nikolaus-Kirche aus dem Jahre
1786.
Der Korso verjüngt sich zum Westen hin und geht in den Platz Jadranski
trg über. Auf dem Platz stehen der Palast Adria (Sitz einer Reederei)
und der Wolkenkratzer sowie das neue Bankgebäude der RijeCka banka.
Über die Trpimir-Straße kommt man zum Platz Zabica, der
Zentralhaltestelle von Überlandbusen. Hier befindet sich die
neogotische dreischiffige Kapuzinerkirche der Muttergottes von Lourdes.
Sehenswert sind zwei riesige Muscheln (Tridacna gigas), die als
Weihwasserbecken dienen.
Vom Anlegehafen aus führt in Richtung Osten die Zajc-Straße am
Hauptfischmarkt vorbei, in der Nähe stehen der sog. Palast Modello
(Fellner und Helmer, 1886) und das Volkstheater "Ivan pl. Zajc" (Helmer
und Fellner, 1885-86) bis zum Toten Kanal (Mrtvi kanal), einem Zufluß
der Rjecna, die zwischen den zwei Weltkriegen die Grenze zu Italien
war. Unweit des Kanals war im Adamic-Haus das 1627 von den Jesuiten
gegründete kroatisches Gymnasium untergebracht. Auf der anderen
Uferseite des Flusses Rjecina liegt Susak, der zur Zeit, als Rijeka zu
Italien gehörte, einer der wichtigsten kroatischen Häfen war.
Vom
Portal neben dem Gebäude der Kommunalbank führt die nach Petar Kruzic
benannte Freitreppe (538 Stufen- den unteren Teil der Freitreppe ließ
im Jahre 1531 Petar Kruzic, Kapitän von Klis, errichten) an zwei
Kapellen vorbei zu dem 139 m hohen Berg Trsat oberhalb der Schlucht des
Flusses Rjecina. Es scheint, daß an der Stelle des heutigen Trsat einst
die japodische Burg Darsata stand, nach der die römische Festung den
Namen Tarsatica erhielt. Die mittelalterliche Burg wurde im 13. Jh. von
den Fürsten Frankopan befestigt und erweitert; teilweise sind
Bauelemente aus dieser Zeit erhalten. Typisch für den "konak" (türk.
Burg) sind der geschlossene Hof und der Wasserspeicher. Im Jahre 1826
hat der österreichische Marschall Laval Nugent die Burg erworben und
ließ sie im neogotischen Stil restaurieren (Zinnen am Hauptturm,
Mausoleum "Heldenfrieden"). Das Kastell dient heute als Sommerbühne und
Ausstellungsraum. Vom Wehrturm aus erstreckt sich die Aussicht auf
Rijeka, die Bucht von Rijeka, Ucka und das Schluchttal der Rjecina. In
der Nähe steht die Pfarrkirche St. Georg (13. Jh., bis 1886 mehmals
umgebaut).
Auf dem Hügel unweit der Burg ließ Martin Frankopan 1453
die Kirche der Madonna von Loreto errichten, heute als Wallfahrtskirche
der Madonna von Trsat bekannt, sowie ein Franziskanerkloster. In der
zweischiffigen Kirche (ihr heutiges Aussehen bekam sie 1824) befinden
die Gräber der Frankopanen, des Uskokenkapitäns Petar Kruzic und
anderer Adeligen und geistlicher Prälaten. Der Altarraum aus dem 15.
Jh. ist durch ein schmiedeeisernes Gitter (1705) vom Hauptschiff
getrennt. Die Altäre wurden im Barockstil gestaltet (16.–18. Jh.), auf
dem Hauptaltar aus dem Jahre 1692 steht das Gemälde Muttergottes mit
Jesu (Geschenk des Papstes Urban V. aus dem Jahre 1367). In der
Votiv-kapelle sind die Bilder mit den Segelschiffen besonders
sehenswert (19. Jh.). Über der Altarmensa steht das gotische Standbild
Madonna von Slunj vom Ende des 15. Jh. Das Kloster beherbergt eine
Schatzkammer und die Kunstgalerie der Wallfahrtskirche der Madonna von
Trsat mit herausragenden Werken: dem Reliquiar von Barbara Frankopan
(15. Jh.), einer Skulptur der Muttergottes (Silber, 16. Jh.)von Tomo
Bakac-Erdödy gestiftet, einer Krone für die Votivstatue (Silber, 1615),
Weihgeschenken u.a. Das älteste Museum in Rijeka ist das 1876
gegründete Geschichts- und Marinemuseum des Kroatischen Küstenlandes
(Muzejski trg 1). Es beherbergt Exponate aus der Geschichte der
Seefahrt und außerdem eine Waffensammlung, Kunsthandwerk (Möbel aus dem
17./18. Jh.), einige Bilder und Graphiken (17.–20. Jh.) sowie eine
ethnographische und eine archäologische Sammlung. In der 1949
gegründeten Modernen Galerie (Dolac 1) sind Werke von Künstlern aus
Rijeka aus dem 19. Jh. und Werke ausländischer Künstler des 20. Jh.
ausgestellt. Dort finden abwechselnd das Internationale Bienalle der
Zeichnungen (seit 1968) und das Biennale der Jugend (seit 1960) statt.
Ausstellungen einzelner Autoren werden in der Galerie am Korso
veranstaltet. Das Naturkunde Museum von Rijeka (1876 gegründet-
Setaliste Vladimira Nazora 3) besitzt einen Fundus von etwa 64 000
Exponaten aus umfassenden geologischen, paläontologischen, botanischen
u.a. Sammlungen. Besonders erwähnenswert sind drei Stiftungen: die
Entomologische Sammlung Depoli ( 40 000 Exponate), die
Landschnecken-Sammlung Dobias sowie die Botanische Sammlung Dr. Emili.
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Ferienhaus, Ferienwohnung in Kroatien |
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