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Stadt und Hafen an der Westküste Istriens;
15 km südwestlich von Buje;
2522 Einw.
Sie liegt auf einer karstigen Halbinsel, welche die südwestliche Spitze der Bujstina bildet, an der Nordseite des Eingangs in die weite Bucht des Hafens Mirna. Die Lage eignet sich gut zur Verteidigung, weswegen sie früh bewohnt wurde. Der Hafen liegt windgeschützt (außer vor West- und Nordwestwind, der ziemlich starken Schwell verursacht). Im Südwesten ist er von einer Steinmole geschützt, an deren Innenseite kleinere Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 3,5 m anlegen können. Den kleinen Hafen im südöstlichen Teil können nur Jachten ansteuern. Der Ankerplatz liegt 200 m nordöstlich der Pier und ist 3–4 m tief. Im Jahr 1983 wurde ein Jahthafen errichtet. Besonders anziehend sind die waldreiche Gegend und die reich gegliederte Küste. Entlang der Küste von Novalja erstrecken sich reiche Fischgründe vom Hafen Dajla im Norden bis zum Hafen Mirna im Südosten.
Novigrad ist ein Fremdenverkehrszentrum, dessen Riviera sich von Dajla im Norden bis zur Mündung des Flusses Mirna im Süden erstreckt. Gegliederte Küste, Fels- und Kiesstrände.
Die Anfänge des Tourismus in Novigrad reichen bis ans Ende des 19. Jh.; schon 1896 waren die Hotels Al Lido und Al Porto in Betrieb. Gleichzeitig wurde auch das Stadtbad eingerichtet. Zwischen den beiden Weltkriegen haben die Raststätten Citta di Trieste und Trovatore den Touristen ihre Dienstleistungen angeboten. Der rasche Aufschwung des Tourismus in Novigrad beginnt in den 60er Jahren, als die damaligen slowenischen Unternehmen zahlreiche Erholungsheime auf der Halbinsel Karpinjan bauen ließen und bald darauf das Unternehmen Plava laguna aus Porec große Investitionen im Tourismus vornahm. Heute kann Novigrad täglich bis zu 10 500 Gästen aufnehmen. Die Touristen können zwischen Unterkünften in Hotels, Pensionen, im Campingplatz, Appartements und Privatzimmern wählen. Das inhaltsreiche Angebot dieser mediterranen Stadt wird durch Sport und Freizeit, Tanzterrassen, Gaststätten, Ausflüge und Besichtigungen der kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten vervollständigt. Die Gäste können am Fischfang, an der Jagd im Tal der Mirna oder Kanu-Safaris entlang der Mirna u.a. teilnehmen. Zu den tradionellen Veranstaltungen gehören: das Jazz-Festival Heineken music nights (August) und das dreitägige Volksfest des Schutzpatrons St. Pelagius (August).
Der Jahthafen von Novigrad verfügt über 86 Anlegeplätze in Meer und weitere 30 Liegeplätze an Land; Bootslänge 6–12 m; maximaler Tiefgang 2,2 m.
Kulturerbe Im weiteren Stadtbereich wird die antike Siedlung Emonia (Emona) vermutet; im 7. Jh. wird sie als Neapolis (Civitas nova) erwähnt. Wahrscheinlich schon in der Spätantike Bischofssitz (das Bistum wurde 1831 aufgehoben). Der alte Stadtkern liegt auf der kleinen Halbinsel, die von teilweise erhaltenen mittelalterlichen Wällen und Türmen umgeben ist. Erhalten sind auch Häuser und Stadtpaläste mit architektonischen Details aus dem 15.–18. Jh.; ein wertvolles Denkmal ist der Palast Rigo mit verziertem Barockportal und Zwillingsfenster (1760). Die Pfarrkirche St. Pelagius, einst Domkirche, hat auch nach der Barockisierung von 1746–75 die Grundstruktur einer romanischen Basilika beibehalten. – Unter dem Chorraum der Kirche befindet sich die dreischiffige romanische Krypta. Das Heiligengrab in der Krypta besteht aus Tafeln mit einer Inschrift aus dem Jahre 1146 und Teilen der einstigen romanisch-gotischen Kanzel aus dem Dom. – In der Kirche sind drei Barockaltäre (der Hauptaltar ist ein Werk von Picco aus Palmanova aus dem Jahr 1749, die Altäre der hl. Lucia und der Madonna vom Rosenkranz schuf Gaspare Albertini aus Piran) und das Altarblatt Hl. Lucia mit den hll. Karl Borromäus und Antonius, ein Werk von Aniello Fabris (Venedig, 1776), besonders sehenswert. Das Lapidarium (im Erdgeschoß des Palastes Rigo) beherbergt eine reiche Sammlung antiker und mittelalterlicher Denkmäler (Bögen eines steinernen Ziboriums). – Auf dem Friedhof steht die dreischiffige Kirche St. Agatha mit drei halbkreisförmigen Apsiden; sie datiert aus dem 10./11. Jh. – Auf der Halbinsel Karpinjan, nördlich von Novigrad steht Carl Rigas Landhaus (Stanzia) mit Blick auf Felder und Meer, das 1762 erbaut wurde. Der Baustil dieser Villa stellt die Symbiose der venezianischen und mitteleuropäischen Barockkunst dar.
weitere Infos:
www.istra.hr
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