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Istrien
Plomin

Ortschaft an der Südostküste Istriens,

14 km nordöstlich von Labin;

30 m ü. d. M.;

137 Einw.

 

Der Ort liegt auf einem Hügel, 168 m über der Bucht Plominska draga, deren unterer Teil durch Landsenkung in eine Bucht verwandelt wurde. In der Antike (Flanona) ein wichtiges Zentrum der Bucht von Kvarner, nach der die Ortschaft ihren Namen Sinus Flanaticus erhalten hat.

 

Das malerische, jedoch fast verlassene Städtchen liegt über dem tiefen Einschnitt der Bucht Plominski zaljev. In der Nähe befindet sich ein großes Heizkraftwerk. Plomin ist wegen seines kulturhistorischen Erbes und des Aussichtspunktes von Plomin ein attraktiver Ausflugsort. Vom Aussichtspunkt erstreckt sich der Blick auf das Große Tor von Kvarner (Vela vrata Kvarnera), die Insel Cres sowie die Bucht von Rijeka mit der Stadt. Auf dem Aussichtspunkt von Plomin gibt es ein Motel. Kozljak, 8 km nördlich von Plomin gelegener Ort. Im 15. Jh. im Besitz der Patrizier Mojsjevic aus Senj (Grabplatte des Fürsten Martin mit glagolitischer Inschrift aus dem Jahre 1492, heute in Belaj). An der Westseite der Burg führen Treppen zur Terrasse, wo eine kleine, mit einer Mauer umgebene Unterstadt entstanden ist. Dort steht die ursprünglich romanische Andreaskirche, deren Schiff im vorderen und hinteren Teil erweitert wurde. Auf dem Friedhof steht die mehrfach umgebaute Georgskapelle mit viereckigem Grundriß und einem doppelbogigen Glockengiebel. In der Kirche wird eine Tafel mit einer glagolitischen Inschrift aus dem Jahre 1590 bewahrt. Die Heiligkreuzkirche, gleichfalls am Friedhof, entstand im Barock als Anbau an das Presbyterium des mittelalterlichen Kirchenschiffs (18. Jh.): über der Fassade erhebt sich ein Glockengiebel mit zwei Bögen; in der Kirche steht ein Altar aus dem 18. Jh.

 

Kulturerbe
 
Plomin ist an der Stelle des römischen Munizipiums und einer mittelalterlichen befestigten Siedlung entstanden. Die Alte Kirche St. Georg war ursprünglich romanisch (romanische Zwillingsfenster), aus gleicher Zeit stammt auch der Glockenturm. An der Außenwand der Kirche ist eine glagolitische Inschrift aus dem 11. Jh. eingemeißelt (eine der ältesten in Istrien). In der Kirche wird ein Kruzifix aus dem 18. Jh. aufbewahrt. – Die Pfarrkirche St. Georg ist ein spätromanisches Bauwerk, das 1474 fertiggestellt und im Barock an der Westseite verlängert wurde. Die Kirche birgt ein gotisches Kruzifix, eine Custodia aus Stein (1449 mit glagolitischer Schrift) sowie Holzstatuen des hl. Antonius des Einsiedlers, der Muttergottes mit Jesuskind und des hl. Rochus; das Chorgestühl im Renaissancestil und der sog. goldene Altar stammen aus den Jahren 1641–48.

 

weitere infos:
www.istra.hr

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