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(St. Vinzenz), Ortschaft im Süden des zentralen Teils von Istrien,
16 km nördlich von Vodnjan;
250 m ü.d.M.;
301 Einw.
Wurde bereits im Jahr 965 erwähnt.
Besonders reizvoll ist der Stadtplatz von Sveti Vincenat, der von den Mauerresten des quadratischen Schlosses mit Ecktürmen, einer Festung der Republik Venedig beherrscht wird. Im Ort gibt es ein Restaurant, wo Spezialitäten der istrischen Küche geboten werden. Die Umgebung eignet sich zur Jagd.
Kulturerbe Den Ortskern bildet ein viereckiger Renaissanceplatz, der von den Fassaden der Pfarrkirche, des Kastells, der Stadtloggia und einer Reihe von Renaissancehäusern umgeben ist; auf dem Platz steht ein Wasserspeicher. Das Kastell, einst Zentrum des Herrschaftsgutes, ist eine viereckige Festung mit Ecktürmen. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. gelangt das Kastell in den Besitz der Familie Morosini, die den mittelalterlichen Turm erweitert und die wichtigsten öffentlichen Gebäude, die Pfarrkirche und die Stadtloggia im Stil der venezianischen Frührenaissance errichtet hat. Um 1520 gehört das Kastell der Familie Grimani, die es 1589 teilweise umbauen ließ.
Das älteste Denkmal ist die St.-Vinzenz-Kirche auf dem Friedhof (einst Abteikirche); es handelt sich um ein rechteckiges romanisches Bauwerk mit drei eingezogenen Apsiden. Daran lehnt sich eine Kapelle mit gotischem Bogen an (1466). Die Wände im Innenraum weisen drei Freskoschichten auf. Besonders wertvoll ist die an fast allen Wänden erhaltene Schicht aus der Zeit der Romanik (Meister Ognobenus Trivisanus); dies ist der umfangreichste romanische Zyklus der istrischen Wandmalerei.
Die kleine Kirche der hl. Katharia ist ein einfaches, rechteckiges gotisches Bauwerk 15. Jh.; im Chorraum sind die Wandgemälde aus dem 15. Jh. sehenswert. Die gotische Antoniuskirche hat eine überwölbte Apsis, die eine Skulptur des hl. Antonius birgt. Die Pfarrkirche Mariä Verkündigung (Ende des 15. Jh.) weist eine dreiteilige Fassade im Renaissancestil auf; vom Kircheninventar sind die geschnitzte Holztür aus dem 16. Jh., die Gemälde Maria und die Heiligen (Palma d. J. zugeschrieben) und Verkündigung (Giovanni Porta-Salviati), sowie zwei Reliefaltäre aus dem Jahr 1555 und der barocke Hauptaltar besonders sehenswert. Die kleine Rochuskirche wurde im 17. Jh. errichtet.
weitere Infos:
E-mail: svvincenat@istra-istria.hr |