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Split - In der Geschichte |
Wahrscheinlich die antike Siedlung Aspalathos. Hier errichtete Kaiser
Diokletian um 300 seinen Prachtpalast, in dem er die letzten Jahre
seines Lebens verbrachte und wo er auch bestattet wurde. Nach seinem
Tode (313) diente der Palast vertriebenen Angehörigen des römischen
Kaiserhauses (Julius Nepos, 475) als Wohnstätte. Als die Awaren und
Slawen um 614 Salona eroberten, suchten die Bewohner Zuflucht innerhalb
der Mauern des Diokletianpalastes. Es entwickelte sich schnell eine
neue Siedlung: bereits im 7. Jh. wurde das einstige Bistum von Solin
erneuert. Von 812 bis 1096 erkannte Split die Herrschaft des
byzantinischen Kaisers an, danach schloß König Petar Kresimir IV. die
Stadt an Kroatien an. 1105 fiel Split an das ungarisch-kroatische
Königreich, bewahrte jedoch aufgrund seiner alten Stadtrechte die
Autonomie.
Ab 1207 wählen die Bürger von Split Feudalherren aus Kroatien, Zahumlje
und Bosnien (Fürst Domald, Petar Humski, Grgur Bribirski, Pavao und
Mladen Subic, Hrvoje Vukcic Hrvatinic) zu ihren Prioren und Comites. Im
Jahr 1420 stellt sich Split unter den Schutz Venedigs, das seine Macht
in Dalmatien zu festigen und die Rechte der Städte einzuschränken sucht.
Im 16. Jh. wird Split von den Türken bedroht, besonders nach der
Eroberung von Klis (1537). Nach Beendung der türkisch-venezianischen
Kriege in der 2. Hälfte des 17. Jh. erholt sich die Stadt allmählich.
Nach dem Niedergang Venedigs 1797 fällt Split zusammen mit dem übrigen
Dalmatien unter die Herrschaft Österreichs, das die Stadt 1805 durch
den Preßburger Friedensschluß an Frankreich abtritt. 1813–1918 steht
Split erneut unter österreichischer Herrschaft. Dies ist eine Zeit der
wirtschaftlichen Stagnation, doch das Nationalbewußtsein lebt auf. Nach
den Wahlen von 1882 erhält Split eine kroatische Verwaltung. In der
zweiten Hälfte des 19. Jh. beginnt die wirtschaftliche Genesung, und zu
Beginn des 20. Jh. wird Split zum bedeutendsten Hafen in diesem Raum.
Split ist von jeher ein bedeutendes Kulturzentrum. Bereits im 8. Jh.
gab es hier ein Skriptorium. Im 13. Jh. verfaßt der Archidiakon Toma
sein Werk Historia Salonitana, eine wichtige Quelle zum Studium der
kroatischen Geschichte des Mittelalters. Gegen Ende des 15. Jh. wird
Split zu einem wichtigen Schauplatz humanistischer Gelehrsamkeit; hier
wirken der Schriftsteller und Polyhistor Marko Marulic, Autor des
ersten Epos in kroatischer Sprache ("Judita"), sowie weitere
humanistische Gelehrte, Schriftsteller und Historiker. Seinen prägenden
Einfluß im kroatischen Kulturleben hat Split bis auf den heutigen Tag
bewahrt.
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