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Mitteldalmatien - Region Split |
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Im Frühmittelalter entwickelt sich Split innerhalb des einstigen
Diokletianpalasts. Der wirtschaftliche Aufschwung im 13. und 14. Jh.
bedingt einen intensiveren Ausbau. Die Stadt breitet sich auch
außerhalb der Palastanlagen aus, und an der Westmauer entwickelt sich
eine Vorstadt, die im 14. Jh. von Mauern und im 17. Jh. von neuen
Wehranlagen mit Bastionen des Baumeisters A. Maglio umgeben wird. Vor
den West- und Ostmauern der Stadt entwickeln sich die Bauernsiedlungen
Veli Varos und Lucac, die sich später mit der Altstadt zu einem Gefüge
verbinden. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen breitet sich die
Stadt bis an die Südhänge des Marjan und gegen Osten bis nach Bacvice
aus, wo ein modernes Stadtviertel entsteht. Im 2. Weltkrieg wurde Split
stark zerbombt, besonders im Küstenteil, südöstlich des
Diokletianpalasts (heute befindet sich an dieser Stelle ein Park). Seit
den Fünfzigern ist Split durch eine starke räumliche Ausdehnung
gekennzeichnet (es entsteht u.a. der neue Stadtteil Split III).
Die Altstadt (Grad)
Der alte Stadtkern liegt innerhalb der Mauern
des Diokletianpalasts. Seinen Dimensionen und seinem Konservierungsgrad
nach ist der Palast das bedeutendste römische Baudenkmal an der
Ostküste der Adria. Er entstand um das Jahr 300 und hat den Grundriß
eines unregelmäßigen Vierecks. Seiner Form und der inneren Gliederung
nach vereinigt er in sich die Baumerkmale einer römischen Kaiservilla,
einer hellenistischen Burg und eines befestigten Heerlagers. Vom Ufer
bietet sich ein Blick auf die Südfassade (Länge 181 m) mit den späteren
Anbauten. In der Mitte der Südfassade befindet sich das Kupferne Tor
(Porta Aenea), ein einfach überwölbter Durchgang, durch den man von der
Uferseite in den Palast gelangt. Links davon liegt der Eingang in die
Kellergewölbe des Diokletianpalasts mit einer Reihe von zur
Besichtigung eingerichteten Gängen und Hallen unterhalb des Südteils
der Palastanlagen. An der Ostmauer entlang gelangt man zum Silbernen
Tor (Porta Argentea), dem gegen-über die seit dem 13. Jh. erwähnte
St.-Dominikus-Kirche liegt. Ihre heutige Form erhielt sie 1682,
erweitert wurde sie 1932-34; das Innere birgt Barockaltäre, die Gemälde
"Das Wunder in Suriano" (Jacopo Palma d. J.) und "Darstellung im
Tempel" (in der Art Palmas d. J.) sowie ein gotisches Holzkruzifix. Das
Silberne Tor führt zur Poljana kralja Tomislava. An der
Renaissancekirche St. Rochus (1516) vorbei gelangt man auf das
Peristyl, den Innenhof des Palastes. Seine Längsseiten werden von
Arkaden gesäumt, in die während der Gotik und Renaissance Häuser
hineingebaut wurden. Die Südseite des Peristyls schließt ein
monumentaler, von vier Säulen getragener Vorbau mit Giebel ab. Zwischen
die Säulen wurden zwei Kapellen eingebaut: die Kapelle der Gürtelspende
Mariens (1544) und die Kapelle Mariä Empfängnis (1650). An der Ostseite
des Peristyls liegt das Mausoleum des Kaisers Diokletian, heute der
sog. Domniusdom (eigentlich der hl. Maria geweiht). Das Mausoleum hat
sein ursprüngliches Aussehen fast unverändert erhalten: außen ist es
achteckig und mit 24 ursprünglich überdachten Säulen umgeben
(Peripteros-Form), innen ist es rund, mit zwei Reihen korinthischer
Säulen und reichverziertem Fries (Medaillons mit den Darstellungen
Diokletians und seiner Frau Prisca). Das Mausoleum schließt mit einer
Kuppel ab, die ursprünglich mit Mosaiken ausgelegt war. Zu den ältesten
Denkmälern im Dom gehören die prächtig geschmückten Türflügel (Reliefs
mit Szenen aus dem Leben Christi, eine Schnitzarbeit von Andrija
Buvina, 1214), und die steinerne Kanzel aus dem 13. Jh. Der rechte
Altar mit spätgotischem Baldachin ist ein Werk von Bonino da Milano
(1427). Das Gewölbe über dem Altar zeigt Fresken von Dujmo Vuskovic
(15. Jh.) Links steht der Anastasiusaltar, eine Arbeit von Juraj
Dalmatinac (mit vorzüglicher Darstellung der Geißelung Christi an der
Altarstaffel, 1448). In der Kapelle an der Nordwand sieht man den
St.-Domnius-Altar, eine Arbeit des venezianischen Bildhauers G. M.
Morlaiter (1767); das Gewölbe ist mit Fresken von M. Capogrosso
geschmückt. Der Hauptaltar stammt aus dem 17. Jh.; das Gewölbe ist mit
Fresken von M. Poncun ausgemalt; über dem Altar ein gotisches
Holzkruzifix aus dem 14. Jh. Der im 17. Jh. ausgebaute Altarraum birgt
romanisches Chorgestühl aus dem 13. Jh. (das älteste in Dalmatien). Das
Gemälde der Muttergottes mit Heiligen und Stiftern ist ein Werk von J.
Palma d. J., die Barockgemälde sind von M. Poncun. Unter dem Dom liegt
die Krypta. An den Dom lehnt sich ein Gebäude mit Sakristei und
Schatzkammer an. Die Schatzkammer hat eine Sammlung von
Goldschmiedearbeiten und Meßgewändern aus Romanik, Gotik und Barock.
Erwähnenswert sind ein Ziborium aus dem Jahr 1522, ein Evangelistar aus
dem 8. Jh. (die älteste Handschrift in Kroatien), das Chartularium von
Supetar aus dem 11. Jh. und die Historia Salonitana von Archidiakon
Tomo aus dem 13. Jh. In das Fundament des Glockenturms, am
Haupteingang, wurden drei romanische Reliefs aus dem 13. Jh., in den
Peripteros wiede-rum mehrere Steinsarkophage aus dem 9.-15. Jh.
eingebaut. Der romanische Glockenturm entstand vom 12. bis 14. Jh.,
Ende des 19. Jh. wurde er abgerissen und 1908 erneuert. Seinen Eingang
flankieren zwei romanische Löwenskulpturen, rechts an der Mauer ist
eine ägyptische Sphynx aus schwarzem Granit (1500 v. Chr.) zu sehen.
Gegenüber dem Mausoleum steht ein kleiner Tempel, der vermutlich
Juppiter geweiht war und der im Frühmittelalter in eine Taufkapelle
umgewandelt wurde. Erhalten ist nur der geschlossene Tempelteil (Cella)
mit dem reichverzierten Portal, das Innere wird von einem kassettierten
Tonnengewölbe bedeckt. Das steinerne Taufbecken wurde im 19. Jh. mit
Steinplatten eingefaßt, die Motive der Flechtwerkornamentik aufweisen
(auf der mittleren Tafel ist die Gestalt eines kroatischen Herrschers
auf dem Thron zu sehen). In der Taufkapelle befinden sich der Sarkophag
von Giovanni di Ravenna (der Überlieferung nach der erste Erzbischof
von Split) aus dem 7. Jh. und eine Skulptur Johannes des Täufers von
Ivan Mestrovic. Vor der Taufkapelle steht ein weiterer Sarkophag aus
der Renaissance (1533). In der Basis des Baptisteriums ist vor dem
Eingang ein Steinbogen mit Astragalmotiv (7. Jh.) zu sehen, das älteste
bekannte Denkmal des mittelalterlichen Split.
Vom Peristyl führt die Diokletian-Straße in nördlicher Richtung zum
Goldenen Tor (Porta Aurea). Rechts steht der Agubio-Palast mit
gotischem Portal und Innenhof. Rechts, in der Papaliceva-Straße, sieht
man den Papalic-Palast (15. Jh.), das bedeutendste Denkmal gotischer
Baukunst in Split (mit reich dekoriertem Portal, großem
Vierlingsfenster an der Südfront und original gotischer Decke im
Hauptsaal). Die architektonischen Details tragen Merkmale der Werkstatt
von Juraj Dalmatinac. Im Palast ist das Stadtmuseum von Split
untergebracht. Unmittelbar vor dem Goldenen Tor steht links ein
romanisches Haus, wessen gotische Nordfassade wird Juraj Dalmatinac
zugeschrieben. Über ein Seitensträßchen und eine Treppe gelangt man zu
der kleinen St.-Martins-Kirche, die einen Teil des über dem Goldenen
Tor liegenden Wehrgangs einnimmt. In der Kirche ist die mit
Flechtwerkornamentik und einer Inschrift (11. Jh.) verzierte
Chorschranke erhalten. Durch das Goldene Tor kommt man zu einem Platz,
an dessen erhöhter Stelle man die 1957 aufgestellte Skulptur des
Bischofs Grgur Ninski (Ivan Mestrovic, 1929) bewundern kann. In einem
kleinen Park nordwestlich des Tors sind die Reste der Euphemienkirche
(wird seit 1069 erwähnt, fiel 1877 einem Brand zum Opfer) zu sehen,
neben der sich einst das Benediktinerinnenkloster befand. Erhalten sind
die Grundmauern der dreischiffigen Klosterkirche (11. Jh.), die 1445
von Juraj Dalmatinac erbaute Kapelle St. Arnir und ein Glockenturm.
Vom Peristyl führt die Kresimirova-Straße nach Westen bis ans Eiserne
Tor (Porta Ferrea), rechts steht der Cindro-Palast (17. Jh.), der
schönste Barockbau von Split. Im Wehrgang oberhalb des Eisernen Tors
befindet sich die kleine Kirche der Madonna vom Campanile (mit
Barockaltar, byzantinischer Ikone aus annähernd dem 11. Jh.,
Wandmalereien von Meneghello aus dem Jahr 1412). Der Glockenturm dieses
Kirchleins (um 1100) ist der älteste romanische Glockenturm in
Dalmatien. Durch das Eiserne Tor betritt man den Volksplatz (Narodni
trg, Piaca), im Mittelalter wichtigster Schauplatz des städtischen
Lebens und bis heute der lebhafteste Stadtplatz von Split. Oberhalb des
Eisernen Tors erblickt man den Uhrturm (16. Jh.). Von den gotischen
Häusern, die einst an der Nordseite des Platzes standen, ist nur das
Rathaus (1443) mit der Loggia im Erdgeschoß erhalten; das 1820
umgebaute Obergeschoß wurde Ende des 19. Jh. im neugotischen Stil
erneuert. In diesem Gebäude ist das Volkskundemuseum untergebracht
(dalmatinische Volkstrachten). Zur rechten Seite des Rathauses liegt,
durch eine kleine Brücke mit ihm verbunden, der Renaissancepalast
Karepic aus dem 16. Jh., an der Nordostecke des Platzes der gotische
Cambi-Palast aus dem 15. Jh. Das Haus an der Südostecke des Platzes
weist an seiner Außenwand ein Relief des hl. Antonius Eremita (1394)
auf. Die Domaldova-Straße führt nach Norden; hier entdeckt man ein
Renaissanceportal (Jahr 1583), durch das man in die einstige Kirche und
das Kloster St. Maria de Taurello gelangte; erhalten sind Teile des in
der Renaissance entstandenen Kreuzgangs. Von der Domaldova-Straße
zweigt links die Trogirska-Straße ab, wo sich die kleine gotische
Heiliggeistkirche befindet; über dem Hofportal ist das romanische
Relief "Der thronende Christus" zu sehen, im Innern die Gruft des
Bildhauers Andrija Alesi. Von der Westseite des Volksplatzes führt die
Subiceva-Straße nach Süden, rechts liegt der spätgotische Kleine
Papalic-Palast (15. Jh.), an dem Juraj Dalmatinac arbeitete, und etwas
weiter der Barockpalast Tartaglia. Die Subiceva-Straße endet auf dem
Trg brace Radica, wo man das Denkmal des Dichters Marko Marulic (von
Ivan Mestrovic) bewundern kann. An der Nordseite des Platzes steht der
frühbarocke Milesi-Palast, an der Südseite der sog. Hrvoje-Turm,
Überbleibsel eines venezianischen Kastells aus dem 15. Jh. Der
Turmdurchgang führt zum Ufer.
Der Westteil der Stadt (Veli Varos, Marjan, Meje)
Am Westende des
Ufers liegt ein kleiner Platz mit der St.-Franziskus-Kirche und dem im
13. Jh. gegründeten Kloster. Die im 19. Jh. umgebaute Kirche birgt im
Altarraum ein bemaltes gotisches Kruzifix, ein gotisches Schnitzbild
der hl. Lucia (15. Jh.), die Gruften des Geschichtsschreibers Tomo
Archidiakon (um 1200-1268), der Schriftsteller Marko Marulic
(1450-1524) und Jerolim Kavanjin (1641-1714) sowie des Komponisten Ivan
Lukacic (1584-1648), ferner mehrere barocke Gemälde und Skulpturen.
Neben der Kirche liegt der gotische Kreuzgang. Nördlich der Kirche, an
den Hängen des Marjan, liegt Veli Varos mit seinem dichten Geflecht von
Gäßchen und malerischen Plätzen. Aus der Krizeva-Straße durch die
Stagnija kommend gelangt man zu dem interessanten Kirchlein St.
Nikolaus (Mikula) aus dem 12. Jh. Biegt man an der Kreuzung rechts ab,
erreicht man die Pfarrkirche Heiligenkreuz (17. Jh., im 19. Jh.
erweitert) mit barockem Glockenturm, deren Inneres ein bemaltes
gotisches Kruzifix, eine gotische Statue der Muttergottes mit Kind und
mehrere barocke Gemälde birgt. An den Hängen des Marjan entlang führt
die Senjska-Straße bis an die Marjan-Treppe (Marjanske skale), biegt
nach links ab und führt leicht ansteigend (hervorragender Blick auf den
Spliter Hafen) zu der kleinen Nikolauskirche aus dem 13. Jh. Rechts
davon führt eine Treppe zum Naturkundemuseum mit danebenliegendem Zoo.
Von hier gelangt man weiter bis auf den Gipfel des Marjan. Fährt man
vom Aussichtspunkt auf dem Gipfel die in westlicher Richtung
verlaufende Straße hinab (etwa 1 km), gelangt man zu einer großen
Straßenkreuzung (Sedlo). Unterhalb davon liegt, über eine malerische
Treppe zu erreichen, das Kirchlein der Madonna von Bethlehem aus dem
15. Jh. Hinter der nächsten Straßenbiegung liegt eine kleine nach
Westen führende Abzweigung, über die man zum Kirchlein St. Hieronymus
(15. Jh.) kommt (Relief von A. Alesi), neben der Kirche liegt eine
Höhle.
Fährt man von der St.-Franziskus-Kirche aus die Uferstraße entlang,
erreicht man das Hotel Marjan (Projekt von L. Perkovic) und weiter den
Jachthafen ACI Split. Links zweigt die Straße zur malerischen kleinen
Halbinsel Sustipan ab. Hier standen einst das Benediktinerkloster
(gegründet um 1000, aufgegeben im 14. Jh.) und die St.-Stephans-Kirche
(Mauerreste). Zu Beginn des 19. Jh. wurden der Friedhof angelegt und
eine klassizistische Gloriette erbaut. Das heutige Kirchlein St.
Stephan entstand 1814 (gotisches Polyptychon aus dem 15. Jh., "Geburt
Christi" an der Altarstaffel). Kirchenwände und Friedhofsmauer bergen
Fragmente aus einer frühromanischen und einer romanischen Kirche. Nach
Westen führt die Straße durch den Vorort Meje. Auf der rechten Seite
der zum Marjan-Tunnel führenden Gunjacina-Straße liegt das Museum für
kroatische archäologische Denkmäler _ eine eminente Einrichtung der
kroatischen Kultur. In einer der schönsten Villen dieser Gegend ist die
Galerie Mestrovic untergebracht. Etwas weiter nach Westen, auf der
tieferliegenden Straßenseite, sieht man das Mestrovic-Kastell, einst
das Kastell Capogrosso-Kavanjin (17. Jh.). Innerhalb des von hohen
Mauern umgebenen Komplexes steht eine Kapelle mit einem Zyklus von
Holzreliefs, die von Ivan Mestrovic geschaffen wurden. Die Straße führt
weiter zur Spitze des Marjan-Kaps, wo sich das Institut für
Ozeanographie und Fischzucht mit Aquarium befindet. Neben dem
Institutsgebäude entdeckt man die frühmittelalterliche Kirchenruine St.
Georg, die wahrscheinlich auf den Resten eines antiken Tempels ruht.
Der Nordteil der Stadt (Dobri, Poljud)
Vom Westende des Ufers
(Obala hrvatskoga narodnog preporoda) führt die Marmontova-Straße nach
Norden zum Platz Bulatova poljana, rechts das Thermalbad Splitske
toplice, links die Mauer einer Bastion aus dem 17. Jh. Auf dem Platz
steht ein Denkmal des Schriftstellers Luka Botic (Ivan Mestrovic). Auf
der Westseite des Platzes sieht man das Kroatische Nationaltheater
(1893), auf der Nordseite die Kirche der Madonna vom Heil (1937-
Architekt L. Horvat, Freske I. Dulcic). Der Glockenturm aus dem 17. Jh.
gehörte zu einer älteren Kirche. Hinter dem Theater führt die
Zrinsko-Frankopanska-Straße nach Norden, rechts zweigt die
Lovretska-Straße ab, in der sich die Kunstgalerie und das
Archäologische Museum befinden. Durch den Neubaublock unweit des Park
mladezi gelangt man zu der sehenswerten vorromanischen
Dreifaltigkeitskirche mit sechskonchigem Grundriß. Ihr gegenüber liegt
das Hajduk-Stadion, ein großartiger Bau von gewagter Konstruktion in
Muschelform, eines der originellsten Objekte dieser Art weltweit. Neben
dem Stadion liegen Schwimmbecken. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe liegt
das Kloster von Poljud. In der Kirche aus dem 15. Jh. sind ein
gotisches (15. Jh.) und ein barockes Kruzifix (Fulgencije Bakotic)
sowie ein Polyptychon von Girolamo da Santacroce (1549) zu sehen. In
dem Renaissance-Kreuzgang befinden sich Grabtafeln von Spliter
Patriziern. Im Kloster werden ein Porträt des Spliter Humanisten Toma
Niger (Lorenzo Lotto, 1527) und zwei Choralbände mit Illuminationen von
Bono Razmilovic (17. Jh.) aufbewahrt.
Der Ostteil der Stadt (Lucac, Bacvice)
Am Fürst-Domagoj-Ufer (Obala
kneza Domagoja) liegen der Bahn- und Busbahnhof sowie der Schiffs- und
Fährhafen. Auf der bewaldeten Anhöhe am Ende des Hafens steht ein
großer Leuchtturm mit einem Relief (geschaffen von Andro Krstulovic).
Fährt man vom Diokletianpalast in östlicher Richtung und über die
Bahnbrücke, gelangt man zum sog. Bischofspalais, errichtet im Baustil
der Neurenaissance. Die Ulica kralja Zvonimira führt weiter nach Osten
und zum Kloster St. Klara mit Kirche. Im Kloster werden ein bemaltes
romanisches Kruzifix (13. Jh.), einige Ikonen und mehrere Renaissance-
und Barockgemälde venezianischer Meister aufbewahrt. Nördlich des
Bischofspalais liegt der ehemalige Vorort Lucac mit schmalen, steilen
Gassen und malerischen Häusergruppen unregelmäßiger Formen. Auf dem
Gipfel der Anhöhe steht die im 17. Jh. errichtete Festung Gripe.
Östlich des Bahnhofs liegt der Stadteil Bacvice mit seiner bekannten,
unlängst erneuerten Badeanstalt und dem Park-Hotel.
Weltkulturerbe
Der römische Kaiser Diokletian verbrachte die letzten Jahre seines
Lebens in einem riesigen Palast, den er in der Nähe seines Geburtsortes
Aspalthos in Dalmatien bauen liess. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die
ursprüngliche Architektur geändert, aber die Leute dieser Stadt, die
später Spalato genannt wurde und dann Split, wussten die Struktur des
Palastes unter der byzantinischen, venezianischen und
österreichisch-ungarischen Herrschaft zu nutzen und sie dabei so wenig
wie möglich zu beschädigen. So entstand innerhalb der römischen Mauern
diese harmonische Stadt. Das Peristyl des Palastes, das
Diokletianmausoleum, der Jupiter-Tempel, die Säulengänge auf der
Straße, die frühkroatische Kirche, die romanischen Häuser, das Tor von
Andrija Buvina und die architektonischen Bauwerke von Juraj Dalmatinac
sind gut erhalten.
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Ferienhaus, Ferienwohnung in Kroatien |
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